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Fläche war nicht im Plan

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Überwiegend kahl präsentiert sich noch die Fläche, wo vor einem Jahr Gehölzarbeiten stattfanden. © Jung

Im Dreieck B 49/Brückenüberquerung in der Gemarkung Kleinlinden ist der Baumbestand nicht nur geschnitten und gekürzt, sondern fast gänzlich abgeholzt worden. Ein Ortstermin wird anberaumt.

Gießen (kg). In der Sitzung Ende Juni vergangenen Jahres erbat der Kleinlindener Ortsbeirat auf Anregung von Bündis90/Die Grünen Informationen, welche Maßnahmen zur Wiederaufforstung der zuvor im Frühjahr gefällten Bäume an der B 49 oder für entsprechende Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen sind oder bereits eingeleitet wurden.

Baumstümpfe hinterlassen

In dem Dreieck B 49/Brückenüberquerung in der Gemarkung Kleinlinden sei der gesamte Baumbestand nicht nur geschnitten und gekürzt, um etwaigen Gefahrensituationen vorzubeugen, sondern fast gänzlich abgeholzt worden, bemängelte die Umweltpartei. Es seien nur noch Baumstümpfe und wenige Bäume verblieben. Der Baumbestand hätte sowohl aus Klimaschutzgründen (als CO2 Speicher) wie auch als Lärmschutz für die Bewohnerinnen und Bewohner im Unterdorf von Kleinlinden eine nicht unwesentliche Funktion, begründeten die Antragsteller ihre Nachfrage und regten eine zeitnahe Aufforstung oder anderweitige Ausgleichsmaßnahmen an.

Die Stadt fragte dazu bei Hessen Mobil nach und gab die Antwort schriftlich an die Bürgervertretung weiter. Die anstehenden Gehölzarbeiten der Straßenmeistereien würden jedes Jahr im Sommer mit den jeweiligen Unteren Naturschutzbehörden abgestimmt. 2020 sei dies erfolgt aufgrund von Corona durch die Übersendung einer Tabelle und weiteren Erläuterungen und Bildern zu den einzelnen Orten. Leider habe Hessen Mobil im Nachhinein feststellen müssen, dass die von den Kleinlindenern angesprochene Fläche im Plan nicht angegeben war. Stadträtin Gerda Weigel Greilich schreibt dazu: »Hessen Mobil bedauert das und will intern klären, wie dies passieren konnte.« Der vorhandene Baumbestand an der besagten Fläche sei überaltert und teils marode gewesen und habe aus Verkehrssicherheitsgründen gefällt beziehungsweise zurückgeschnitten werden müssen, hat Hessen Mobil der Stadt erläutert. Der Bestand sei nicht gerodet, »sondern lediglich auf den Stock gesetzt worden, so dass die Bäume wieder ausschlagen können und daraus ein deutlich verjüngter Bestand entsteht«. Bereits Ende September seien die Gehölze wieder bis zu zwei Meter Höhe nachgewachsen, so die Schilderungen der Oberen Landesbehörde für Straßen- und Verkehrsmanagement. Außerdem seien in der Fläche einzelne Überhälter als Zukunftsbäume belassen worden. Die Untere Naturschutzbehörde hat einen Ortstermin anberaumt, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

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