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Förderung wird bis 2020 fortgesetzt

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Von: Stephan Scholz

GIESSEN - (olz). Gute Nachricht für die Aufsuchende Straßensozialarbeit des Diakonischen Werks Gießen: Die Arbeit wird weiterhin mit Mitteln aus dem "Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligen Personen in Deutschland (EHAP)" gefördert. "Die zweite Phase hat im Januar angefangen. Sie läuft bis Ende 2020", sagt Sozialarbeiterin Sarah von Trott von der Aufsuchenden Straßensozialarbeit im Gespräch mit dem Anzeiger.

Gefördert werden mit den Mitteln zwei Vollzeitstellen im Rahmen des Gesamtprojekts, zu dem unter anderem das "Housing First" zählt. "Wir planen, Housing First mit der Universität Frankfurt wissenschaftlich zu evaluieren. Mittlerweile ist es uns gelungen, sieben Menschen in festen Bleiben unterzubringen", erklärt von Trotts Kollege Konstantin Potthoff. Ziel des Housing-Ansatzes ist es, Obdachlosen Wohnungen zu vermitteln. "Es zeigt sich, wie wichtig es ist, die Menschen auch nach ihrem Einzug weiter zu betreuen. Denn viele Probleme lodern erst in den eigenen vier Wänden wieder auf", weiß von Trott. Auf der Straße stehe häufig bloß das Überleben im Fokus. Zu den Kooperationspartnern der Diakonie gehören Stadt, Landkreis und Wohnbau. Neu ist die Zusammenarbeit mit der Vitos Klinik. "Wir werden mit einer Psychiaterin individuelle Ansätze entwickeln und so gestalten, dass sie für unsere Klienten annehmbar sind", resümiert von Trott.

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