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Forschende Ärzte fördern

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Das Ausbildungsprogramm für forschungsaktive Ärzte geht in die Verlängerung. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa © Red

Gießen (red). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert für weitere zwei Jahre das »Clinician Scientist«- Programm des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), durch das mehr Ärztinnen und Ärzten der Weg in die Forschung erleichtert und verlässliche wie attraktive Karrierewege geschaffen werden sollen.

Das Programm unterstützt die Umsetzung des Personalentwicklungskonzepts, mit dem die JLU im Nachwuchspakt von Bund und Ländern erfolgreich war, und verbindet die Schaffung verlässlicher Karrierewege mit der Weiterentwicklung der biomedizinischen Forschung an der JLU. Klinische Forschung ist für die universitäre Medizin und für jeglichen Fortschritt in der Patientenversorgung unverzichtbar.

Das »Justus Liebig University Giessen Clinician Scientist Program in Biomedical Research« (JLU-Career) ist ein gemeinsamer Antrag von Prof. Andreas Günther (Medizinische Klinik II Pneumologie, Koordination), Prof. Susanne Herold (Medizinische Klinik II Infektiologie) und Prof. Till Acker (Institut für Neuropathologie) für den Fachbereich Medizin. Das Programm dient der Verbesserung der Ausbildung des akademischen Nachwuchses in den wissenschaftlichen Kernbereichen »Imbalance von Entzündung und Infektion«, »Krebsentstehung und -progression« sowie »Organfibrose und Organumbau« und wird jungen Ärztinnen und Ärzten in der Facharztausbildung ermöglichen, wissenschaftliche Studien in einem geschützten Rahmen durchzuführen. Die DFG fördert die Verlängerung mit rund 800 000 Euro.

Damit soll auch dem Nachwuchsmangel in diesem Bereich begegnet werden. Im JLU-Career-Programm sind Prinzipien verankert, die der Förderung und Unterstützung des klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses dienen. Dazu gehören neben Mentoring und Supervision eine Sicherstellung der vereinbarten Zeiten in der Forschung, eine beschleunigte klinische Ausbildung und die Vergabe weiterer akademischer Grade bis hin zum renommierten MD/PhD.

Ermöglicht wird dies durch die Finanzierung weiterer Ärztinnen und Ärzte, die in den wissenschaftsbedingten Fehlzeiten der »Clinician Scientists« deren klinische Tätigkeit übernehmen.

Derzeit hat der Fachbereich 13 Kandidaten aus verschiedenen Abteilungen in dem Programm, die sowohl in der klinischen Forschung, als auch in der Grundlagenforschung, tätig sind. Acht der Teilnehmenden haben bereits während der JLU Career-Förderung Daten aus ihrem Projekt als Erstautorin /Erstautor veröffentlicht oder waren an Publikationen beteiligt.

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