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Fortbildung im Johannesstift

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Gießen/Linden (twi). Erstmals fand im Altenhilfezentrum Johannesstift in Gießen und im Seniorenzentrum Linden eine einwöchige Fortbildung statt. Das 40-stündige interdisziplinäre »Curriculum Palliative Praxis« wurde von einer Expertengruppe der Robert-Bosch-Stiftung entwickelt und ist auf die Begleitung alter Menschen und ihrer Angehörigen ausgerichtet.

Unter der Leitung von Stephan Eppler, ausgebildeter Moderator für das Curriculum, wurde an fünf Fortbildungstagen für zwölf Teilnehmer mit Unterstützung von vier weiteren Co-Moderatoren ein breiter Bogen zu dem Thema Palliative Praxis gesponnen.

Das aktive Lernen anhand der Story-Line-Methode, welche die praktische und kreative Eigenaktivität der Fortbildungsteilnehmer aus deren eigener Lebens- und Arbeitswirklichkeit in den Vordergrund stellt, unterstützt den Theorie/Praxistransfer. Im Wochenverlauf wurden die Themen Palliative Geriatrie, Demenz und Kommunikation, Schmerzerleben und Schmerzerkennen, Notfallplanung, Präfinale Phase und Trauer angesprochen.

»Für mich ist jetzt klar: ›Palliative Care‹ ist keine Handlung, die zu einem Zeitpunkt X einsetzt, sondern eine Lebenseinstellung«, konstatierte ein Teilnehmer. Alle waren dankbar, daran arbeiten zu können. »Raum und Zeit, das Fachwissen zu vertiefen, aber auch das bisher Erlebte und offene Fragen mit anderen teilen zu können, ist unabdingbar, um letzte Lebensabschnitte von uns anvertrauten Menschen angemessen und würdevoll begleiten zu können«, so Einrichtungsleitung Christa Hofmann-Bremer.

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