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Fotografie und Skilaufen als Hobbys

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Hans Mothes © Klaus-Dieter Jung

Gießen (kg). An seinem 95. Geburtstag schaute Hans Mothes auf ein bewegtes Leben zurück. Er kam in Lauta, einer Kleinstadt im Norden des sächsischen Kreises Bautzen, zur Welt. Sein Vater war selbstständiger Bauunternehmer. Der Senior wurde zur Wehrmacht eingezogen und dort als Flakhelfer eingesetzt. Später leistete er Dienst bei den Gebirgsjägern in der Steiermark in Österreich.

Seitdem ist er begeisterter Skilangläufer.

Nach der Kriegsgefangenschaft kam er zunächst nach Friedberg. Von dort zog er nach Gießen und begann bei dem Bauunternehmen Ludwig Schneider in Heuchelheim als Hilfsarbeiter. Er bildete sich ständig fort und besuchte die damalige Ingenieurschule in Gießen, heute THM. Dort schloss er erfolgreich sein Studium als Bauingenieur ab.

Der alte Herr fand seine erste Anstellung beim Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (OVAG), wechselte dann zum Staatsbauamt Gießen und arbeitete bis zum Eintritt in die Rente beim Hochbauamt. Dort holte ihn ein Stück Vergangenheit ein: Sein erstes Projekt war der Bau des Gebäudes der Ingenieurschule. Die Familie wohnte zunächst in der Alicenstraße und zog 1975 in den Petersweiher, wo der Altersjubilar heute noch lebt. Ehefrau Else, der er 1953 das Jawort gegeben hatte, ist 2008 gestorben. Eines seiner Hobbys war das Fotografieren, er kaufte sich damals eine Agfa-Box für vier Mark, die er heute noch besitzt. Später wechselte er zu modernen Spiegelreflexkameras. Weil seine Frau an Parkinson litt, übernahm er für einige Zeit die Leitung der Selbsthilfe-Gruppe. Das, was er sich in seinem Leben vorgenommen habe, setzte er auch um, schaut Hans Mothes zufrieden zurück.

Seinen Ehrentag feierte er mit Tochter und Schwiegersohn und den Hausbewohnern, die das Zimmer festlich dekoriert hatten. Die Glückwünsche von Gießens Oberbürgermeister, der Landrätin und dem Ministerpräsidenten überbrachte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich. Foto: Jung

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