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Franke knackt 30 000-Euro-Marke

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Stolz überreicht Sven Franke gemeinsam mit seiner Tochter Charlotta bei der offiziellen Übergabe im Kinopolis den Spendenscheck an Minke Bach und Pamela Stephens vom ambulanten Kinderhospizdienst Gießen-Marburg. © Czernek

Der Gießener Extremsportler Sven Franke sammelte über 30 000 Euro für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. Nun überreichte er das Geld an die Begünstigten.

Gießen . Aufgeben ist für den Extremsportler Sven Franke keine Option. Seit 2014 läuft er jedes Jahr einen Ultramarathon und generiert dadurch Spendengelder für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Gießen-Marburg. 2020 stoppte ihn eine Knieverletzung, dennoch kamen 26 000 Euro an Spenden zusammen. Dementsprechend legte er die Spendenmesslatte für 2021 noch um einige höher: Das Ziel war es, 30 000 Euro zu sammeln.

Das Ergebnis, ob dieses Ziel erreicht wurde, das Geheimnis wurde erst am Montagabend im großen Kinosaal des Kinopolis gelüftet: Franke überreichte einen Scheck in Höhe von 31 000 Euro an den ambulanten Kinderhospizdienst und bedankte sich in diesem würdigen Rahmen auch beiden vielen Sponsoren dieser Aktion. »Das laufen oder das Radfahren ist das eine, doch das was zum Schluss zählt, ist das monetäre, was dabei herauskommt«, sagte er.

1700 Kilometer in 13 Tagen bewältigt

Eigentlich war ein Ultramarathon in Vietnam geplant, doch coronabedingt brach der Gießener Polizeihauptkommissar im September 2021 zu einer ganz eigenen Deutschlandtour auf, einem Abstecher nach Österreich inklusive. In seiner Challenge »Running and Cycling for children 2021« legte er innerhalb von 13 Tagen 1700 Kilometer überwiegend auf dem Fahrrad zurück und überwand dabei rund 14 000 Höhenmeter. Mit dabei war ein Filmteam der Multimedia-Agentur Mindlapse Media, die daraus einen eindrucksvollen Dokumentarfilm erstellten.

»Ein wenig habe ich diesen Film auch deswegen gemacht, da er zeigt, dass Polizisten ganz normale Menschen sind«, sagte er bei der Vorführung. Welche Kraftanstrengung eine solche Tour, die zeitweilig auch eine Tortur war, zeigte der Film, denn die beiden Kameraleute Thomas Niederhaus und Maurice Jelinski hielten die Kamera gnadenlos drauf: Sie zeigten die Müdigkeit, die Erschöpfung und die Tiefpunkte von Franke, aber auch die Freude und die positiven Elemente dieser Tour. Und so ganz nebenbei fingen sie Bilder von Deutschland ein, die ehrlich, ungeschminkt und gut waren. Die Reise führte die Gruppe zu einzelnen Hospizen des Bundesverbands der Kinderhospize und zu Gesprächen mit Mitarbeitern sowie zu einer Mutter einer Betroffenen.

Über diese Zusammenkunft sagte Franke später, dass dies zu den Erlebnissen seiner Reise gehörte, die ihn am stärksten beeindruckt haben, denn das Mädchen habe so viel Zuversicht ausgestrahlt, trotz ihrer Krankheit. Und die Mutter sagte etwas, was Franke noch mehr antreiben wird: »Toll, dass sie an unserer Seite sind und dass sie sich die Haxen für uns abrennen.«

Für dieses Jahr ist sicher, dass er wieder eine Spendenchallenge auf die Beine stellen wird. Wie diese allerdings aussehen wird, das hat er am Montagabend nicht verraten. Sicher ist auch, dass in das Filmteam erneut begleiten will und dass er die Spendenmesslatte noch weiter erhöhen möchte.

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