Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche in Gießener Freibädern

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GIESSEN - (bl). Es darf geschwommen und geplanscht werden: Die Freibäder in Gießen, Lützellinden und Kleinlinden haben seit Dienstag endlich wieder geöffnet. Und bereits ab dem 23. Juni - die hessischen Sommerferien beginnen am 19. Juli - sollen sie von Kindern und Jugendlichen bis zum Ende der Freibadsaison sogar kostenlos besucht werden können. Dafür wird allerdings eine Teilnahmekarte der Jugendpflege benötigt, die in Kürze im Internet unter
www.

jugendpflege-giessen.de bestellt werden kann. Darauf haben sich Magis-trat und Stadtwerke Gießen nun geeinigt. Umgesetzt wird damit ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27. Mai.

Die FDP hatte in einem Antrag gefordert, dass es für die von der Pandemie besonders betroffenen Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien "unbedingt wieder die Möglichkeit zum Erwerb eines Ferienpasses" geben müsse, der zum freien Eintritt in den Freibädern berechtige und eventuell sogar den Transport mit dem ÖPNV dorthin einschließe. In einer Pressemitteilung hatten der FDP-Fraktionsvorsitzende Dominik Erb und sein Stellvertreter Dr. Klaus Dieter Greilich Anfang der Woche ihre Verwunderung darüber ausgedrückt, dass noch immer nichts geschehen sei. "Offensichtlich war der Magis-trat nicht in der Lage oder willens", dies rechtzeitig zum Start der Badesaison zu organisieren. Die beiden Liberalen sahen darin gar eine "Missachtung des Stadtparlaments".

Wie Magistratssprecherin Claudia Boje auf Anfrage des Anzeigers mitteilt, müsse die bisherige Planung der Jugendpflege ein wenig verändert werden. Denn bislang habe nur der Zeitraum der Sommerferien für den kostenlosen Bädereinlass gegolten. "Zudem sollen auch die Zuzahlungen für das Freibad Ringallee entsprechend des Beschlusses entfallen." Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich verspricht sich davon eine "für alle Gießener Kinder gute 'Sommer-Sonne-Freizeit'-Lösung" nach all den Corona-Belastungen. "Das können unsere Jüngsten auch in der Schulzeit am Nachmittag schon gut gebrauchen", so die Stadträtin. Gleichwohl müsse man sich bei den SWG online einen Termin für den Freibadaufenthalt reservieren. Schließlich seien weiterhin die Hygieneregeln zu beachten, weshalb der Zutritt zahlenmäßig begrenzt werden müsse.

Die Freien Wähler haben derweil noch beantragt, dass die Nutzung der Gießener Freibäder 2021 generell "für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres kostenlos" sein solle, um ihnen "eine Freude zu bereiten und sie für ihre Disziplin und ihre Entbehrungen mit einer kleinen Geste zu belohnen". Darüber könnte jedoch erst in der Sitzung am 8. Juli endgültig abgestimmt werden.

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