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Friedenslicht ist in Gießen angekommen

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Das Friedenslicht aus Bethlehem erleuchtet die Kirche. Auch ein »Friedensnetz« ist aufgespannt. © Czernek

Gießen (bcz). Die Vorabendmesse in St. Bonifatius zum vierten Advent stand diesmal im Zeichen eines besonderen Lichts: Die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg des Stamms Franz von Assisi aus St. Thomas Morus brachten nämlich das Friedenslicht nach Gießen. Und auch nur damit wurde der Gottesdienst illuminiert. Das übergeordnete Thema lautete dabei »Friedensnetz«.

Um dies zu verdeutlichen, wurde am Altar ein Netz befestigt. Auch die Predigt von Kaplan Simon Krost näherte sich dieser Symbolik assoziativ. »Durch die Geburt und Ankunft Jesu in der Welt werden wir ein Teil dieses Netzes«, so Krost. Im Anschluss ermunterte er alle Gläubigen, sich selbst ein Friedenslicht als Zeichen der frohen Botschaft mit nach Hause zu nehmen. Zugleich beruhigte er die Gemeinde: »Der Segen steckt im Docht, sodass er erhalten bleibt, auch wenn die Flamme ausgeht und wieder neu angezündet werden muss«.

Bis 2019 fand die Verteilung des Friedenslichts auf der Bühne auf dem Kirchenplatz statt - inmitten des Weihnachtsmarkts. Aufgrund der Pandemie ist das nicht möglich gewesen. Durch die Einbettung in den Gottesdienst konnte dennoch eine angemessene Würdigung dieser Aktion gewährleistet werden, ohne störende Nebengeräusche. Beim Österreichischen Rundfunk in Wien entstand 1986 die Idee, ein Licht in Bethlehem zu entzünden und dies als Friedensbotschaft durch die Welt reisen zu lassen.

Seitdem wird das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in den Wochen vor Weihnachten entzündet. Das Licht wird - per Flugzeug - nach Wien transportiert. Am dritten Advent wird es an die Pfadfinderverbände übergeben, die das Licht in die ganze Welt tragen. Seit 1994 verteilen deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht in der Bundesrepublik.

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