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Für alle Feuerwehren des Landkreises

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Gießen (olz). Langsam aber stetig nimmt das Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Landkreis im Stolzenmorgen Gestalt an. Nicht nur baulich. Jüngst haben die Stadtverordneten einstimmig einem Vertrag mit dem Kreis zugestimmt. Er regelt die Zuständigkeiten für das sogenannte Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ). »Die Infrastruktur (Werkstätten und deren Ausstattung) wird dabei zentral vom Landkreis Gießen bereitgestellt, die Wartungsaufgaben sollen von der Stadt Gießen als Betreiberin erbracht werden«, heißt es in der Begründung des entsprechenden Beschlussantrags.

Die Geräte für alle Feuerwehren des Landkreises Gießen warten und prüfen: Das ist die Idee des Feuerwehrtechnischen Zentrums im Gefahrenabwehrzentrum. Wer macht was? Das ist in dem beschlossenen Vertrag geregelt.

»Im bilateralen Vertrag zum Betrieb des FTZ wird zwischen Stadt Gießen und Landkreis Gießen vereinbart, dass die Stadt Gießen die Infrastruktur des FTZ für eigene Zwecke nutzen kann, die Werkstätten des FTZ betreibt und dabei Serviceleistungen für den Landkreis und die landkreisangehörigen Städte und Gemeinden erbringt. Die Infrastruktur des FTZ wird dabei durch den Landkreis Gießen für alle Städte und Gemeinden kostenfrei bereitgestellt und unterhalten«, heißt es in der Begründung des Antrags. Für die Stadt Gießen entstünden durch den Vertrag Synergien, weil sie keine eigenen Werkstätten bauen und unterhalten müsse.

Ausschreibungen für Großprojekt laufen

»Das Personal der Berufsfeuerwehr kann weiterhin Gerätewartungen in der einsatzfreien Dienstzeit durchführen. Zur Abdeckung des Mehraufwandes durch Serviceleistungen für Dritte werden bei der Stadt zukünftig zusätzliche Gerätewarte beschäftigt, deren Personalkosten durch Kostenersatz der Städte und Gemeinden refinanziert werden«, steht in der Begründung. Ein weiterer Vertrag, der Details mit Städten und Gemeinden regelt, wurde in der Bürgermeisterdienstversammlung abgestimmt. Darin ist unter anderem definiert, dass in dem rund 1500 Quadratmeter großen Zentrum auch »Räumlichkeiten für die Aus- und Fortbildung (Werkstätten, Lehrsäle, Ausbildungsgelände, Übungsturm) entstehen.«

Seinen Betrieb aufnehmen könnte das Gefahrenabwehrzentrum im November dieses Jahres. Darauf hatte die ehemalige Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zuletzt hingewiesen. Neben dem FTZ umfasst der Großbau im Gebiet »Am Alten Flughafen« 5574 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für die städtische Berufsfeuerwehr. Weitere 3310 Quadratmeter nutzen die Fachdienste 16 »Gefahrenabwehr« des Landkreises. Neben Brandschutz sind dies Katastrophenschutz, Rettungsdienst sowie Zivilschutz. Noch laufen die Arbeiten an dem interkommunalen Großprojekt. Ebenso wie die öffentlichen Ausschreibungen: Derzeit stehen Fliesenarbeiten sowie Maler- und Lackierarbeiten auf der Agenda.

Spatenstich für das Zentrum, dessen auf zuletzt rund 35 Millionen Euro gestiegene Baukosten mehrfach öffentlich diskutiert wurden, war im August 2019. Der Grundstein wurde im Februar 2020 gelegt.

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