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Für ein Sterben ohne Schmerzen

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Gießen (red). Die Arbeit des hospizlichen Ehrenamtes und die Bedeutung der ambulanten Hospizeinrichtung für die Stadtgesellschaft würdigte Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher bei der Jahreshauptversammlung des Hospiz-Vereins Gießen, der seit 25 Jahren besteht. Prof. Ulf Sibelius, Leitender Oberarzt der internistischen Onkologie des Uniklinikums Gießen, skizzierte die Entwicklung der Palliativmedizin von den Anfängen in den 1980er Jahren bis zur Einrichtung der SAPV-Teams (spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung).

Er hob hervor, dass die Palliativmedizin für schwerstkranke und sterbende Menschen den Weg ebnet für ein Sterben ohne Schmerzen.

In seinem Bericht würdigte der Vorsitzende Erwin Kuhn die von vielen fleißigen Händen erbrachte Aufbauarbeit in den vergangenen 25 Jahren und ließ die Geschichte des am 22. Mai 1997 gegründeten Vereins Revue passieren, Vorsitzender war Pfarrer Robert Cachandt. In der Rückschau zeige sich, wie wichtig die Arbeit der Gruppen Ethische Fragen, Schulungskonzepte sowie Öffentlichkeitsarbeit und Finanzen war. Der Verein wird im Jubiläumsjahr von über 340 Mitgliedern getragen, mehr als 100 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich. Die Arbeit konzentrierte sich damals auf Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeiter, denen auch heute noch eine zentrale Rolle zufällt. Ebenso legte man großen Wert darauf, den Verein als Teil des Gießener Netzwerkes sozialer Einrichtungen zu etablieren.

Ging es zunächst darum, schwerstkranke und sterbende Menschen auf Stationen des Uniklinikums zu begleiten, erweiterte der Verein nach und nach seinen Betätigungskreis auf Alten- und Pflegeheime sowie auf die Begleitung bei Menschen zu Hause. In der Gründungsatzung waren zudem Aktivitäten zur Gründung eines stationären Hospizes sowie die Einrichtung einer Trauerbegleitung festgeschrieben. 2014 konnte auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses das Hospiz »Haus Samaria« eingeweiht werden und 2018 wurde in Kooperation mit der Luthergemeinde die Trauerarbeit aufgenommen.

Mit der Initiative »Junges Ehrenamt im Hospiz-Verein« wurde nun ein weiterer Schritt eingeleitet. Zentrale Themen 2021 waren die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, ein Schulungskurs, die Unterstützung der Ehrenamtlichen durch Supervision, Gruppenabende, interne und externe Schulungen sowie die Trauerbegleitung.

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