1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Für mehr Tempo bei Bearbeitung von Wohngeld

Erstellt: Aktualisiert:

Gießen (red). »Wer Wohngeld beantragt, spürt die Not im Nacken. Für viele ist die Mietbelastung auf 40 Prozent des Einkommens gewachsen. Um schlimmere Folgen abzuwenden, ist für die Betroffenen dringend öffentliche Unterstützung geboten«, erklärt die Stadtverordnete Martina Lennartz (DKP) in einer Pressemitteilung. Erforderlich sei es, dass die Stadt kompetente Mitarbeiter abstelle, um die 700 Neuanträge schnell zu bearbeiten und das Wohngeld auszuzahlen.

Lennartz befragte deshalb in der letzten Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, welche Maßnahmen die Stadt diesbezüglich ergriffen habe. Die Zuständigkeit für das Wohngeld läge bei der Kreisverwaltung, habe es geheißen, das schließe Bürger der Stadt ein.

Mit der zum Jahresbeginn in Kraft getretenen Wohngeldreform (WohngeldPlus) sei der Kreis der Berechtigten erheblich vergrößert worden. Auf der Homepage des Landkreises ist von »längeren Wartezeiten« bis zum Entscheid die Rede, da es immer mehr Antragsteller gibt, führt Lennartz weiter aus. Laut Magistrat habe der Landkreis die Stadt gebeten, bei Information und Aufnahme von Anträgen unterstützend tätig zu werden.

Da es häufiger vorkomme, dass sich Einwohner zunächst ans Rathaus wenden, habe sich das Amt für soziale Angelegenheiten in der Stadtverwaltung darum gekümmert, dass Empfang und Infotheke im Stadtbüro mit Wohngeldanträgen und einem Informationsblatt ausgestattet sind. Darüber hinaus hätten sich Mitarbeiter des Amtes aus dem Fachdienst Wohnen in Zusammenarbeit mit der Wohngeldstelle für die Unterstützung bei der Aufnahme von Wohngeldanträgen kundig gemacht. Es seien telefonische Beratungszeiten und die Möglichkeit einer Terminvergabe für die Antragstellung eingerichtet. »Diese Maßnahmen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Es muss mehr passieren, denn das Ausfüllen der Anträge mit 31 Bearbeitungspunkten und zahlreichen Unterpunkten ist schwierig«, kritisiert Lennartz.

Auch interessant