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Gelbe Rose als Zeichen der Wertschätzung

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Gießen. Der Zonta-Club Burg Staufenberg - Gießen überreichte allen Pflegediensten der Gießener Krankenhäuser eine gelbe Rose als Zeichen der Wertschätzung für ihre Arbeit, da sie sich täglich den Herausforderungen ihres Berufes stellen. Zeitgleich um 11 Uhr gingen jeweils drei Mitglieder des Gießener Service-Clubs zu den drei innerstädtischen Krankenhäusern, dem Uniklinikum Gießen, dem katholischen St.

Josefs Krankenhaus und dem Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen (EV) sowie zur Asklepius-Klinik in Lich, um jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter eine leuchtend gelbe Rose zu schenken. »Es soll nicht nur ein ›Danke‹ sein für die Zeit während der Corona-Pandemie, sondern ganz besonders für die täglichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Zwei nicht enden wollende Jahre, die für eine Phase stehen, wie es sie noch nie zuvor gab«, betonte Zonta-Präsidentin Beatrix Eiler-Haupt in ihrer Würdigung. Sie und die anderen Zonta-Frauen erinnerten daran, dass viele der Pflegekräfte sich diesen Belastungen nicht mehr gewachsen fühlten: Enorme physische und psychische Kraft werde von ihnen abverlangt, jeden Tag aufs Neue. Daher hätten viele von ihnenihren Beruf aufgegeben.

Heidelies Bierbach-Müller, Pressesprecherin des Clubs, hatte die Kliniken im Vorfeld nach ihren Wünschen für die Zukunft gefragt. Dabei zeigte sich, dass die Kliniken sich am meisten mehr Nachwuchskräfte und mehr Anerkennung erhoffen, um den Herausforderungen des Berufs gerecht zu werden.

Menschen helfen, gesund zu werden

Für das UKGM betonte Pressesprecherin Christine Bode, dass alle dortigen Angestellten ihren Beruf sehr mögen und dass viele erst jetzt durch die Pandemie verstanden hätten, wie wichtig er ist. »Wir arbeiten im Team, wir helfen Menschen, gesund zu werden, wir bilden uns weiter zu Pflegeexperten, wir sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt! Jenseits von Applaus und Anerkennung in der Pandemie wünschen wir uns grundsätzlich mehr Interesse und mehr Wertschätzung für die wichtige Arbeit, die wir leisten.«

Auch für das Team des EV hob Pressesprecherin Christine Dietrich das Bedürfnis nach mehr Anerkennung hervor: »Authentische Anerkennung, Wertschätzung und Respekt seitens der Politik für unsere tägliche Arbeit, die wir leisten. Leistungsgerechte Gehälter- und Belohnungssysteme.« Die Wünsche der Asklepios-Klinik in Lich fasste die Pressesprecherin Patricia Rembowski in folgenden Punkten zusammen: mehr gut ausgebildetes Personal, mehr Zeit für die Patientenversorgung, und bessere Bezahlung. Annina Müller vom St. Josefs Krankenhaus schrieb: »Der Pflegeberuf ist ein attraktiver, verantwortungsvoller und abwechslungsreicher Beruf. Als solcher sollte er auch wieder in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.«

»Rose Day« seit 1984

Seit 1984 beteiligt sich »Zonta International« am 8. März mit dem »Rose Day« am internationalen Tag der Frau und überreicht die Blumen als Zeichen der Wertschätzung an besondere Frauen und Gruppen.

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giloka_1003_4-Lich_10032_4c © Barbara Czernek
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