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Gelber Richard trifft Gute Luise

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Von: Thomas Wißner

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Über 60 Apfel- und Birnensorten wurden vorgestellt und konnten gekostet werden. Foto: Wißner © Wißner

Beim dritten Gießener Apfeltag auf den Hardtgärten werden alte Obstsorten neu entdeckt.

Gießen. Fast 60 verschiedene Apfel- und Birnensorten präsentierte der Pomologenverein beim dritten Gießener Apfeltag auf den Hardtgärten und beantwortete damit auch die Frage »Wer kennt sie noch, die alten Apfelsorten von der Streuobstwiese, die es früher bei Oma frisch auf den Tisch, als Mus oder auf dem Kuchen gab?«

Gravensteiner, Jakob Lebel, Heuchelheimer Schneeapfel und Berlepsch waren nur einige wenige der zahlreichen ausgestellten Apfelsorten; »Gute Luise«, »Bereczki Birnenquitte«, »Doppelte Philippsbirne« und »Madame Verté« einige der ausgestellten Birnensorten. Darüber hinaus bestimmten Experten des Vereins vor Ort auch mitgebrachte Apfel- und Birnensorten.

Kochbuch der AI

Wie bereits im vergangenen Jahr, fand der vom Obst- und Gartenbauverein Wieseck in Kooperation mit der IJB gGmbH und der Streuobst AG der Stadt Gießen veranstaltete Apfeltag in den Hardtgärten statt. Wie eine Obstraupe funktioniert, präsentierte der Kreisverband Gießen für Obstbau, Garten und Landschaftspflege mit seinem Vorsitzenden Michael Wagner aus Grüningen. Das Gerät kann beim Kreisverband auch ausgeliehen werden.

Die Arbeitsloseninitiative (AI) bot nicht nur ein Kochbuch, sondern auch frische Waffeln mit Apfelmus an.

Der mit dem »Goldenen Apfel« für besondere Verdienste um die hessischen Streuobstwiesen ausgezeichnete Jochen Stoos aus Allendorf/Lda. bot Äpfel wie etwa »Gelber Richard«, »Jakob Fischer« und »Goldparmäne« ebenso wie auch Birnen zum Versuchen an. Über die Pflege von Streuobstwiesen informierte der BUND. Kinder konnten vor Ort Apfelsaft selbst herstellen - und natürlich verkosten, sich schminken lassen oder sich auf dem weitläufigen Gelände beim Rumtoben erfreuen.

Hofbesichtigungen wurden angeboten und auch die Saisongärten auf dem 17 000 Quadratmeter großen Areal der einstigen Industriebrache, dem ehemaligen Bauhof der Firma Ludwig Schneider, konnten besichtigt werden. Besondere Einblicke für die Besucher bot das Projekt Wildnis auf dem Kinder- und Erlebnisbauernhof.

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