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Gelebte Kameradschaft

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Mächtig stolz: Die Jugendfeuerwehr Kleinlinden besteht seit 50 Jahren. Foto: Jung © Jung

Seit 50 Jahren besteht die Jugendfeuerwehr Kleinlinden. Das Jubiläum wurde nun mit einer Olympiade und dem »Tag der offenen Tür« gefeiert

Gießen. Fünf Jahrzehnte besteht die Jugendfeuerwehr Gießen-Kleinlinden. Mit einer Feuerwehrolympiade und einem »Tag der offenen Tür« wurde jetzt der runde Geburtstag in Kleinlinden und rund um das Feuerwehrhaus gefeiert.

Zwölf junge Männer gründeten am 10. Juni 1972 die Jugendfeuerwehr. Zu dieser Zeit existierte in der Stadt nur die Jugendfeuerwehr Gießen-Mitte. In Kleinlinden folgte man damals dem Trend, dass jede Feuerwehr eine Jugendabteilung gründete, erinnert sich der damalige Wehrführer Hans-Jürgen Volk. Im Vorfeld der Gründung hörten sich die Kameraden der Einsatzabteilung in ihrem Umfeld um, wer denn Interesse an einem Beitritt für eine neue Nachwuchsgruppe und Mitarbeit habe. Durch diese von Mund-zu-Mund-Propaganda gab es den meisten Zulauf bei den Jugendlichen. Einige kamen auch nach Gesprächen untereinander zur Jugendfeuerwehr.

In der Niederschrift über die Gründungsversammlung heißt es: »Wehrführer Hans-Jürgen Volk konnte im Unterrichtsraum der Burgschule einen langgehegten Wunsch erfüllen. Eine Jugendfeuerwehr wurde gegründet. Neben den Jugendlichen waren auch einige Eltern anwesend. Jugendfeuerwehrwart Werner Hofmann wünschte sich stets eine gute Zusammenarbeit mit seinen Schützlingen«.

Als ersten Jugendfeuerwehrwart gewann die Einsatzabteilung Werner Hofmann, in den 1970er Jahren bestanden noch keine Vorgaben für diese Funktion. Hofmann war Ausbilder in der Lehrwerkstatt bei der Deutschen Bundespost in Gießen und hatte somit auch die entsprechende Qualifikation. Erster Jugendgruppenleiter wurde Wolfgang Gabriel.

Im Gründungsjahr trafen sich die Nachwuchsbrandschützer zu 15 Übungen. Die jüngsten Feuerwehrangehörigen übten zunächst in blauen Baumwollkombis, über einen eigenen Raum verfügten sie damals noch nicht. In den fünf Jahrzehnten änderte sich einiges in der Nachwuchsarbeit. Heute haben die Mitglieder einen eigenen Jugendraum und Umkleiden. Davon konnten ihre Vorgänger nur träumen. Geblieben ist aber nach wie vor die Kameradschaft unter den Jugendlichen und die Begeisterung für die Feuerwehr als wesentlicher Antrieb, warum sie Mitglied in der Jugendfeuerwehr werden. Und später in den meisten Fällen die Einsatzabteilung verstärken.

Aktuell besteht die Jugendfeuerwehr aus elf Mitgliedern, acht Jungen und drei Mädchen. Jonathan Lenz als Jugendfeuerwehrwart und ein Team kümmern sich um den Nachwuchs.

Bei der Olympiade im Rahmen der Jubiläumsfeier, an der auch Erwachsene teilnehmen durften, siegte die Mannschaft von Wieseck 1, gefolgt von Wieseck 2 und den »Linneser Mädels«. Die »Linneser Buben« kamen auf Rang vier, die Wehrführung erreichte Platz 5 und die Jugendfeuerwehr 2000 wurde Sechster. Die Grüße vom Oberbürgermeister und Brandschutzdezernenten Frank-Tilo Becher überbrachte Stadträtin Gerda Weigel-Greilich, die auch die Siegerehrung übernahm. Die Feuerwehr präsentierte beim »Tag der offenen Tür« ihre Fahrzeuge und die Kleinen bevölkerten die Feuerwehr Hüpfburg und hatten Spaß bei den Wasserspielen.

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