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Gemeinsam rausgehen und helfen

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Drei Tage für Gießen und Umgebung: Daher stellen sich die Teilnehmer der Aktion auch symbolisch in Form der Zahl »3« auf. Foto: Czernek © Czernek

Junge Menschen engagieren sich bei der ökumenischen Sozialaktion »Drei Tage für Gießen und Umgebung«. Sie wollen die Welt damit »ein bisschen besser machen«.

Gießen . »Lasst uns zusammenkommen und etwas gemeinsam machen, um die Welt vielleicht ein bisschen besser zu machen«. Dieser Grundgedanke steht hinter der ökumenischen Sozialaktion »Drei Tage für Gießen und Umgebung«, die gemeinsam von der katholischen und evangelischen Jugendarbeit, dem Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Gießen und der Jungen Kirche Gießen in der Zeit von Donnerstag bis Samstag veranstaltet wird.

Mitmachen konnte jede Jugendgruppe in Gießen und Umgebung, die eine Idee für ein dreitägiges Projekt hatte. Die besondere Herausforderung dabei ist, dass es innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen sein muss. Als Vorbild dienten die regelmäßigen 72-Stunden-Aktionen des BDKJ. »Wir haben dies als unser Vorbild genommen, daher kommt auch die zeitliche Begrenzung«, erläuterte Johanna Klier, Jugendreferentin des BDKJ, die gemeinsam mit Bettina Lorentz, Gemeindepädagogin im evangelischen Stadtjugendpfarramt, die Aktion organisiert. Allerdings startet dieses Projekt erst wieder 2024. »Und so lange wollten wir nicht warten, denn jetzt gilt es, die Menschen zu motivieren und zu aktivieren«, ergänzte Klier.

Dieser Herausforderung stellen sich insgesamt sieben evangelische und katholische Jugendgruppen aus Gießen, Londorf, Steinbach, Holzheim und Biebertal. Bei der Auftaktveranstaltung am Mittwoch stellten sie ihre Projekte im Haus der Jungen Kirche in der Löberstraße vor. Die Jugendlichen der evangelischen Stephanusgemeinde in Gießen haben sich für jeden Tag etwas anderes vorgenommen. Sie sind in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs und werden unter anderem mit Unterstützung der Werkstattkirche Vogelfutterstationen bauen und einen Clean-up-walk in der Weststadt durchführen.

Die Mitglieder der Jungen Kirche wollen die Belange der »Brücke« unterstützen. Sie stehen mit einem Stand auf dem Seltersweg und werden über deren Arbeit informieren und Spenden für die Organisation sammeln, die sich um die Belange von Obdachlosen kümmert. Die beiden katholischen Studentenvereine, Unitas Maria Montessori und Unitas Cheruskia, werden sich um die älteren Mitmenschen in dem Seniorenheim »Maria Frieden« kümmern und dort im Außenbereich ein Insektenhotel und einen Vogelplatz bauen.

Die Pfarrjugend der katholischen Pfarrei St. Franziskus in Londorf wird mit ihrem umgebauten Bauwagen zu den Grundschulen in Londorf und Allendorf fahren und dort zu Spiel und Spaß einladen.

Der Jugendclub Steinbach plant mehrere Aktionen. Unter anderem will er gemeinsam mit dem Seniorenclub einen Kuchen-Backtag veranstalten, bei dem der Kuchen verkauft und der Erlös gespendet werden soll. Das Freibad in Holzheim ist ein besonderer Begegnungsort. Den möchte die katholische Jugend St. Martin um eine Boulebahn verschönern und in Biebertal wollen die 50 Konfirmanden gemeinsam mit der Bäckerei Volkmann Brote backen und diese anschließend zugunsten der Tafeln verkaufen. Allerdings muss diese Aktion krankheitsbedingt verschoben werden, berichtete Klier.

»Wir wollen zeigen, dass wir jungen Menschen noch da sind und etwas für die Gemeinschaft tun können. Wir wollen ein Zeichen setzen für Solidarität«, ergänzte Lorentz. Als Schirmherrin konnten sie Stadträtin Astrid Eibelshäuser gewinnen, die die Grüße des Magistrats überbrachte. In ihrem Grußwort betonte sie die Bedeutung des Ehrenamts und dankte allen Teilnehmern für ihr Engagement. Dekan André Witte-Karp erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass solche Aktionen sehr viel mit dem Glauben zu tun hätten, denn das hinausgehen und für andere Menschen da sein, das gehöre direkt zu dem christlichen Glauben dazu.

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