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Gemeinsame Batterieforschung ausgezeichnet

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Herausragende Leistung: Prof. Kerstin Volz und Prof. Jürgen Janek halten stolz den Greve-Preis in den Händen. Foto: dpa © dpa

Gießen (dpa/red). Der erstmals ausgelobte und mit 250 000 Euro dotierte Greve-Preis der Leopoldina ist in Hamburg an die Physikerin Prof. Kerstin Volz und den Physikochemiker Prof. Jürgen Janek verliehen worden. Beide wurden laut Senatskanzlei wegen ihrer grundlegenden Erkenntnisse zu wiederaufladbaren Batterien geehrt. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach beim Festakt im Großen Festsaal des Rathauses.

Volz ist Direktorin des Wissenschaftlichen Zentrums für Materialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, Janek Direktor des Zentrums für Materialforschung an der Justus-Liebig-Universität (JLU). Der Greve-Preis der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle an der Saale wird von der »Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve« finanziert und soll alle zwei Jahre vergeben werden. Er zeichnet herausragende Forschungsleistungen in den Bereichen Naturwissenschaften/Medizin und Technikwissenschaften aus.

Jürgen Janek gehört seit Jahren zu den international führenden Experten auf dem Gebiet der Festkörperelektrochemie und der Untersuchung von Materialien für elektrochemische Technologien und Energiespeicher. Er leitet am Physikalisch-Chemischen Institut der JLU seit 1999 eine Arbeitsgruppe. Seit 2011 leitet er außerdem das BASF-KIT-Gemeinschaftslabor »Battery and Electrochemistry Laboratory« (BELLA) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wo Materialentwicklung für Lithium-Ionen-Batterien betrieben wird. Und er ist Mitglied des Exellenzclusters POLIS (KIT/U Ulm). Darüber hinaus steht er an der Spitze des Teams, das 2021 erfolgreich für die JLU und das Land Hessen den Forschungsbau »Gießen Center for Electrochemical Materials Research« eingeworben hat. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Janek bereits mehrfach ausgezeichnet, obendrein zählt er auch in diesem Jahr wieder zu den meistzitierten Wissenschaftlern der Welt.

In ihren gemeinsamen Arbeiten untersuchen Jürgen Janek und Kerstin Volz seit rund zehn Jahren die Vorgänge in Festkörperbatterien und erforschen Strukturveränderungen. Durch die Kombination von elektronenmikroskopischen und elektrochemischen Methoden konnten sie beispielsweise die Alterungsprozesse aufklären, die zu Leistungsverlusten von Batterien führen. »Die naturwissenschaftlichen Grundlagen einer nachhaltigen Energieversorgung stellten schon immer mein zentrales Forschungsinteresse dar«, so Janek. Zugleich betonte er, dass mit der Auszeichnung die sehr engagierten Mitglieder seines Teams gewürdigt werden.

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