Gerda Weigel-Greilich seit 15 Jahren im Dienst der Stadt

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GIESSEN - (olz). Die Landesgartenschau dürfte das Ereignis sein, das die meisten Gießener mit dem Namen Gerda Weigel-Greilich verbinden. Seit 15 Jahren ist die Politikerin von den Grünen im hauptamtlichen Magistrat der Stadt. "Am 1. Oktober 2006 wurde sie zur Bürgermeisterin gewählt und 2012 in diesem Amt bestätigt. Seit 1. Oktober 2018 ist sie Stadträtin", erinnern Stadtverband sowie Fraktion der Grünen, die zum Jubiläum gratulieren.

Die Politik Weigel-Greilichs sei durch das Ergebnis der Kommunalwahl am 14. März honoriert worden, meint Alexander Wright. Es sei auch ihrem "hohen persönlichen Einsatz" zu verdanken. Und: "Mit der erheblich gestärkten Fraktion werden wir gemeinsam unsere Stadt in Sachen Kinder- und Familienpolitik, Stadtentwicklung, Klimaschutz und Verkehrspolitik weiter voranbringen, und das, ohne die Stadtgesellschaft zu spalten. Denn auch dafür steht Gerda Weigel-Greilich", so der Fraktionsvorsitzende.

2006 habe sie zunächst gezögert, erinnert sich die Politikerin auf Anfrage dieser Zeitung. Bis 1998 sei sie nur landespolitisch aktiv gewesen, im grünen Frauenrat und in der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Hochschule. Ende der 90er Jahre stand eher zufällig der Einzug in die Stadtverordnetenversammlung an. "Es hat sich in der Wahlperiode 2001 bis 2006 immer stärker herauskristallisiert, dass ich kommunalpolitische Themen spannend fand und in der Sache lohnenswert, sich zu engagieren", berichtet die Stadträtin. Ihr Zögern 2006 begründet Weigel-Greilich damit, dass sie sehr gerne an der Universität tätig gewesen sei. "Ich wollte aber in meiner Heimatstadt Verantwortung übernehmen, grüne Politik umsetzen und ich bin gesprungen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, in einer anderen Stadt kommunalpolitisch aktiv zu werden und ein Hauptamt anzustreben." Ob sie sich in diesen Jahren als Person verändert hat? "Sicherlich können das andere besser beurteilen. Selbst empfinde ich mich in meinen grundsätzlichen Charaktereigenschaften unverändert. Der hohe zeitliche und persönliche Druck wird aber auch nicht gänzlich an mir vorbeigegangen sein. Auf jeden Fall habe ich unglaublich viel lernen dürfen", bilanziert die Politikerin. Archivfoto: Friese

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