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Gesellschaftliche und politische Teilhabe im Fokus

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Gießen (red). Der Krieg in der Ukraine ist ein Schock für Europa und die Welt. Vor dem Hintergrund von Krieg, Flucht, Elend, Not und Vertreibung kommt der Stärkung Europas noch einmal eine ganz besondere Bedeutung zu. Mehr denn je ist es nötig, über die Zukunft der Europäischen Union (EU) zu diskutieren und Vorschläge für das Europa von morgen einzubringen, schreibt die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Deshalb beteiligt sich die JLU wieder mit mehreren Veranstaltungen an der Europawoche, die vom 30. April bis 9. Mai stattfindet.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Europawoche stehen Themen, die junge Menschen betreffen - etwa die gesellschaftliche und politische Teilhabe. Das Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) bündelt als regionalwissenschaftliches Forschungs- und Lehrzentrum die geisteswissenschaftliche Forschung und Lehre zum östlichen Europa in Hessen. Seit Beginn des Ukraine-Krieges greift das GiZo in zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen sowie Podiumsdiskussionen und Informationsveranstaltungen wichtige Fragen auf, die vor allem auch junge Europäer beschäftigen. Das GiZo-Team bietet daher zwei Veranstaltungen für und mit Studierenden sowie der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit an.

Am 5. Mai um 20 Uhr findet eine öffentliche Vorführung des Films »Plochie dorogi« (»Bad Roads«) von Natalia Vorozhbyts mit anschließender Diskussion im Kino-Center Gießen statt. Zudem ist am 4. und 5. Mai, 10 bis 16 Uhr, an der JLU ein Workshop zur Erarbeitung eines kurzen Uni-Podcasts geplant. Dieser soll mit jungen Stimmen aus der Universität zum Krieg in der Ukraine und der Zukunft Europas - darunter Kommentare, Fragen und Diskussionsbeiträge - auf die Homepage des GiZo gestellt werden.

Uni-Podcast

In einem Workshop »Interkulturelle Kompetenz«, den das Zentrum für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen (ZfbK) der JLU organisiert, lernen Studierende in vier Sitzungen ab dem 29. April mehr über Kultur, Identität und Wertvorstellungen - wertvolle Informationen auch zur Vor- oder Nachbereitung eines Auslandaufenthaltes. Auch JLU-Medizinstudierende von EMSA Giessen (European Medical Students‹ Association) sind aktiv und bieten am 2. Mai um 19 Uhr im Hörsaal 2 des Medizinischen Lehrzentrums (MLZ) der JLU eine Veranstaltung zum Thema »Aktuelle Herausforderungen der Europapolitik - Auswirkungen in der Medizin« an.

Das Format umfasst mehrere Kurzvorträge mit anschließender Diskussion. Referenten sind Prof. Michael Knipper, Professur für Global Health, Migration und Kulturwissenschaften in der Medizin an der JLU, Michael Schär, Leiter des Europe-Direct-Informationszentrums (EDIC) des Regierungspräsidiums Gießen, und Alexandra Archodoulakis, Präsidentin der European Medical Students‹ Association. Ein fester Programmpunkt der Europawoche sind die Informationsveranstaltungen zu Erasmus+ für Studierende (am 3. Mai von 15 bis 16 Uhr, online) und für Hochschulpersonal (am 11. Mai, von 12 bis 13 Uhr, online). Das Programm Erasmus+ fördert Studienaufenthalte, Praktika, Lehrenden- und Personalmobilitäten in Europa sowie in ausgewählten Partnerländern weltweit. Die Vorträge geben einen Überblick über das Programm, Bewerbungsverfahren und -fristen und richten sich an Interessierte aller Fachbereiche.

Am 5. Mai veranstaltet das Akademische Auslandsamt der JLU ab 16 Uhr zusätzlich und ebenfalls online das an künftige Erasmus+-Outgoings gerichtete Erasmus+-Forum: Ehemalige, die einen Auslandsaufenthalt hinter sich haben, liefern aus erster Hand Einblicke in studentische Erfahrungen im Ausland und geben wertvolle Tipps zur Vorbereitung und Durchführung eines Studien- oder Praktikumsaufenthalts. Im Anschluss haben interessierte Studierende ab circa 16.30 Uhr die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung.

Um sich auch in Präsenz über das Leben sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern auszutauschen, veranstaltet der studentische Verein »Erasmus United Gießen« am 6. Mai ein »Meet & Greet« im Begegnungszentrum Lokal International. Diverse Sportspiele ermöglichen es den Studierenden, sich besser kennenzulernen und außerdem Preise zu gewinnen. Ab 21 Uhr gibt es Live-Musik mit einer Jam Session, bei der die Studierenden selbst spielen können.

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