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Gewalt gegen Mitarbeiter

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Gießen (olz). Auf Anfrage der FDP hat sich die Stadtverordnetenversammlung mit Gewalt und Bedrohungen gegen städtische Mitarbeiter und Feuerwehrangehörige befasst.

Umgang mit Bedrohungen

Welche Ämter konkret von Bedrohungen und Gewalttaten betroffen seien, lasse sich nicht vollständig differenzieren. »Im Fokus stehen aber die Ämter, die direkten Kontakt zu Bürgern haben«, antwortet Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher. Besonders publikumsträchtige Bereiche nähmen an Schulungen teil und würden für das Thema des Umgangs mit Gewalt und Bedrohungen sensibilisiert. Becher: »Für die Berufsfeuerwehr wurden Schulungen durch die Polizei durchgeführt. Die Freiwillige Feuerwehr kann solche Themen im Übungsdienst ebenfalls behandeln«, so der Oberbürgermeister. Seit 2020 werde in der Stadtverwaltung zudem die Entwicklung eines gesamtstädtischen Konzeptes zur Gewaltprävention nach dem Vorbild der Stadt Aachen verfolgt. »In der Berufsfeuerwehr erfolgt eine strukturierte Ausbildung der Beschäftigten auch hinsichtlich von Präventionsmaßnahmen; bisher jedoch nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr«, berichtet der Sozialdemokrat.

Nachsorge und Unterstützung

Komme es zu entsprechenden Vorfällen, dann würden die Beschäftigten durch die Ämter unterstützt. »Dies kann durch Gespräche, Coachings oder Fortbildungen erfolgen. Zudem erfolgt rechtliche Beratung durch das Rechtsamt«, berichtet der OB. In einem konkreten Fall bei der Feuerwehr habe der Dienstherr Anzeige erstattet und Rechtsbeistand durch das Rechtsamt geleistet. »Nachsorge und Unterstützung wurden ebenfalls vom Amt angeboten«, resümiert Becher.

Um Zahlen für die Stadtverwaltung vorlegen zu können, greift der OB auf die 2021 durchgeführte psychische Gefährdungsanalyse zurück. Danach seien 64 Mitarbeiter in dem Jahr bedroht worden. Gewalt hätten im selben Zeitraum insgesamt 23 erlebt.

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