Gießen: Verbindungsweg an Wieseck und THM weiter gesperrt

  • schließen

GIESSEN - (fod). Es ist wohl eine der beliebtesten Wegstrecken, wenn es darum geht, möglichst ungestört von Autos per Fuß oder Fahrrad von der Wieseckaue in die Innenstadt zu gelangen. Oder in umgekehrter Richtung, und das jeweils entlang der plätschernden Wieseck und beschattet von Bäumen. Ein circa 200 Meter langes Teilstück, nämlich das zwischen Ringallee und Moltkestraße, ist allerdings schon seit vielen Monaten gesperrt.

Wer aus Richtung Ringallee kommt, wird von einem Sackgasse-Schild gewarnt und steht dann auf halber Strecke vor zwei kreisrunden Schildern, die Fußgängern und Radfahrern signalisieren, dass es hier für sie nicht weitergeht.

Wenngleich ein wenige Meter weiter beginnender grüner Läufer, der beidseitig von Bauzäunen begrenzt wird, schon etwas verwirrt. Führt dieser doch direkt in den nahezu fertig aussehenden Neubau C11 der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Offenbar dürfen diesen kurzen Weg aber nur eigens dafür berechtigte Personen benutzen, sonst wäre das ja wohl eher eine Art Schildbürgerstreich. "Normalsterbliche" hingegen, die darauf warten, den Fuß- und Radweg endlich wieder komplett bis hin zur Moltkestraße nutzen zu dürfen, müssen sich allerdings noch in Geduld üben. Denn wie das Gartenamt der Stadt und der auch für Hochschulbauten zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) auf Nachfrage übereinstimmend berichten, soll der im Zuge der Bauarbeiten hier fast gänzlich abgetragene Asphaltweg neu angelegt werden. Lothar Goldhorn vom Gartenamt spricht hierbei von "einer Aufwertung des Verlaufes der Wieseck" und der Schaffung von "Sitzgelegenheiten im Uferbereich zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität". Ergänzt wird dies durch eine zusätzliche Fußgängerbrücke über die Wieseck sowie eine Treppenanlage am südlichen Ufer. An Planung wie auch Bauausführung sind Stadt und Landesbetrieb/THM gleichermaßen beteiligt. Die Gestaltung der Freianlagen rund um die Neubauten findet laut Astrid Boy vom LBIH "Zug um Zug" statt, "auch abhängig vom Baufortschritt der Gebäude C15/C16 an der Eichgärtenallee".

Während sich Boy noch vor einigen Wochen optimistisch zeigte, die Wegeverbindung könnte witterungsabhängig bis zum Anfang dieses Jahres wiederhergestellt und die Komplettsperrung aufgehoben sein, war Goldhorn da schon vorsichtiger. "Wir hoffen, dass im Sommer mit einer Maßnahmenumsetzung begonnen werden kann", teilte er mit. Im Übrigen würde eine vorgezogene Sanierung vor Beginn der Gewässersanierung keinen Sinn machen.

Das könnte Sie auch interessieren