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Gießener holt Meistertitel

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Rund 50 Helfer, die unter anderem die Gewichte für die Sportler vorbereiten, stellen die Wetzlarer und Gießener Vereine bei den ersten Deutschen »Weighted Calisthenics«-Meisterschaften. © Red

Ein Gießener kann sich jetzt auch Deutscher Meister nennen: Can Kücükyareli vom MTV gewann bei »Weighted Calisthenics« in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Eigengewicht.

Wetzlar/Gießen . Die erste Deutsche Meisterschaft in der Trendsportart »Weighted Calisthenics« ist in der Funsporthalle im Wetzlarer Westend über die Bühne gegangen. Dazu eingeladen hatte der Deutsche Calisthenics und Streetlifting Verband (DCSV) gemeinsam mit Calisthenics Wetzlar vom Funtastic Sports Wetzlar und Street Work Gießen, einer Abteilung des MTV Gießen.

Vier Gewichtsklassen

Ein Gießener kann sich jetzt auch Deutscher Meister nennen: Can Kücükyareli vom MTV gewann in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Eigengewicht. Insgesamt wurden im Westend Deutsche Meister in je vier Gewichtsklassen getrennt nach Frauen und Männern ermittelt.

Calisthenics kommt aus dem Griechischen (kalos bedeutet »schön«, sthenos »Kraft«). Das Wort ist ein international gebräuchlicher Begriff, der Eigengewichtsübungen umfasst. Bei Calisthenics werden Muskelpartien durch das eigene Körpergewicht trainiert. Beine und Gesäß, Brust und Trizeps sowie Schultern und Bizeps werden dabei beansprucht. Bei »Weighted Calisthenics« kommen zum eigenen Körpergewicht noch Gewichte hinzu.

»Die Sportart gibt es erst seit etwa acht Jahren. 2019 haben wir den Verband gegründet, in dem 21 Vereine vereinigt sind mit mehr als 12 000 Mitgliedern«, erzählt der Verbandsvorsitzende David Gwizdz (Gütersloh).

»Als junger Verband haben wir noch keine Vorentscheide gehabt. Das wollen wir in den nächsten Jahren angehen«, erzählt Gwizdz. »Wir wollen Sprachrohr sein für alle Athleten dieser Sportart«, führt er weiter aus. Die Nachfrage nach der Trendsportart sei groß. Auch das Medieninteresse wachse. Noch sei der Verband sehr überschaubar und die Mitglieder schätzten die familiäre Kulisse. In der Funsporthalle haben sich zu den Meisterschaften rund 100 Mitglieder getroffen. Die Sportler würden sich gegenseitig motivieren und unterstützen.

Bei dieser ersten Deutschen Meisterschaft konnte sich jeder anmelden. Weil das Interesse groß war, musste der Verband jedoch schon früh die Anmeldeliste schließen. Gekämpft wurde in vier Gewichtsklassen und genau so vielen Disziplinen.

»Wir machen Kraftsport mit unserem eigenen Körpergewicht. Wir lernen Körperbeherrschung und formen dabei unseren Körper«, umschreibt Gwizdz die Übungen wie Gewichte stemmen.

Dabei wird unter den Sportlern in einer eigenen Sprache kommuniziert: Muscle Up (Klimmzug), Pull Up (Hochziehen an einer Stange oder an Ringen), Dip (Stemmen) und Squat (aus der Hocke Gewichte stemmen) heißen die Übungen, in denen gewertet wird. Gewonnen hat, wer die schwersten Gewichte nach oben bringt.

Der Gießener und der Wetzlarer Verein haben rund 50 ehrenamtliche Helfer gestellt, um die Meisterschaft auszurichten, berichtete der Funtastic Sports-Vorsitzende Alexander Latendorf. Deshalb gab es nur einen Athleten aus Gießen, der sich dem Wettbewerb mit 60 Teilnehmern gestellt hat und gleich aufs Siegertreppchen gelangte. Im Funtastic Sports-Verein werden nach Angaben von Latendorf drei unterschiedliche Sportarten gepflegt: Cheerleading, Calisthenics und Parkour.

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Zur Disziplin der Frauen gehört es, die Gewichte an den Ringen in die Höhe mitzunehmen. Fotos: Rühl © Rühl

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