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Gießener Oper auch im Radio

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Die Liebe zweier Cowboys: Sebastian Noack und Samuel Levine. © Rolf K. Wegst

Gießen (red). Die Premiere der Oper »Brokeback Mountain« wurde im Februar im Stadttheater Gießen vom Hessischen Rundfunk mitgeschnitten. Angereichert mit Interviews und Hintergrundinformationen wird die Aufzeichnung am heutigen Samstag im Radio gesendet: Um 19.05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur und um 20 Uhr auf hr2-kultur.

Die Geschichte über die heimliche Liebe der zwei Cowboys Jack und Ennis im ländlichen Wyoming wurde erst als Erzählung, später als Film weltberühmt. Die 2014 uraufgeführte Oper des amerikanischen Komponisten Charles Wuorinen gewinnt der Geschichte neue Facetten ab und ist derzeit in der Inszenierung von Cathérine Miville im Stadttheater Gießen zu sehen.

Wer heute einschaltet, erfährt vor, nach und zwischen den Szenen der Oper allerlei Wissenswertes rund um die Produktion. Die beiden Hauptdarsteller, Tenor Samuel Levine (Jack) und Bariton Sebastian Noack (Ennis), sprechen über die Herausforderungen an ihre Partien, Regisseurin Miville beschreibt ihren Zugang zum Werk, Dirigent Martin Spahr gibt einen Einblick in die musikalischen Facetten dieser Oper. Bühnenbildner Lukas Noll, Videograph Marc Jungreithmeier und Lichtdesigner Thomas Hase sprechen über die visuelle Umsetzung. Ergänzend dazu lädt eine Foto-Show auf der Homepage des Stadttheaters (stadttheater-giessen.de) dazu ein, sich durch die einzelnen Szenen der Inszenierung zu klicken. Live wird »Brokeback Mountain« wieder am 18. März zu sehen sein.

Zuvor steht am Dienstag, 8. März, um 20 Uhr das sechste Sinfoniekonzert der aktuellen Spielzeit auf dem Programm. Das Philharmonische Orchester Gießen unter GMD Florian Ludwig widmet sich diesmal verschiedenen Spielarten der romantischen Musik.

Das Konzert beginnt mit einem zeitgenössischen Werk, das die Brücke schlägt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. In seinen »Sept variations« von 1998/99 greift der Darmstädter Komponist Alois Bröder Musik von Schubert bis Debussy auf und entlockt ihnen mit vielfältigen Verfahrensweisen neue Klänge. Es folgt Beethovens op.61 mit der mehrfach ausgezeichneten Maria-Elisabeth Lott als Solistin. Sie gilt als eine der besten deutschen Geigerinnen ihrer Generation. Im zweiten Teil erklingt Max Regers 1912 uraufgeführte »Romantische Suite«, in der er Gedichte von Joseph von Eichendorff in Musik umsetzt.

Ergänzt wird das Programm durch ein Stück aus aktuellem Anlass. Im Gedenken an die Menschen, die unter dem Krieg in der Ukraine leiden, komponierte der gebürtige Ukrainer Eduard Resatsch unmittelbar nach Kriegsausbruch das viereinhalbminütige Werk »Ukraina - den Opfern des Krieges«.

Das Konzert wird vom Hessischen Rundfunk mitgeschnitten. Um 19.15 Uhr gibt es eine Einführung im Foyer.

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