Gießener Uniklinikum legt Zahlen transplantierter Spenderorgane vor

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GIESSEN - (fod). Die Corona-Pandemie hat natürlich auch Auswirkungen auf die Organtransplantationen am Gießener Uniklinikum (UKGM), wo Kinderherzen, Lungen und Nieren verpflanzt werden. Allerdings sei während der ersten Corona-Welle im Frühjahr der Einbruch bei den Transplantationszahlen bundesweit, und somit auch in Gießen, längst nicht so groß gewesen wie in anderen europäischen Staaten, konnte Prof.

Rolf Weimer, Sprecher des hiesigen Transplantationszentrums, am Dienstag beim alljährlichen Kolloquium vermelden. Abgesehen von Lungen, von denen im Verlauf dieses Jahres bislang zwölf transplantiert wurden und damit sogar mehr als 2019 (neun), sowie bei Blutgruppen-inkompatiblen Nierenverpflanzungen (vier nach zwei in 2019) liegen im Vergleich die Zahlen jedoch niedriger: Bei den Kinderherzen sind es in diesem Jahr bislang drei verpflanzte Spenderorgane (2019: elf) und bei den Nieren 21 (2019: 28). Die Zahlen der Patienten auf den Wartelisten sind bei Nieren (144 nach 145 Ende 2019) und Lungen (40 nach 41) leicht gesunken, bei Kinderherzen (13 nach sieben) aber stark gestiegen. Laut Weimer musste man beim Transplantieren von Lebendnierenspenden (neun nach zwölf) drei Monate im Frühjahr pausieren und nun auch wieder seit Beginn der zweiten Welle Mitte November. Nicht dringliche Nierentransplantationen sollten vorerst verschoben werden, empfehle man auf internationaler Ebene, berichtete Weimer. (Ausführlicher Bericht folgt.)

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