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Kartals feiern das seltene Fest der Gnadenhochzeit.

Gnadenhochzeit in Wieseck

Gießen (kg). 70 Jahre verheiratet zu sein, ist schon etwas Besonderes. Das seltene Fest der Gnadenhochzeit konnten jetzt Meryem und Semun Kartal begehen. Im kleinen Kreis schauten sie auf die gemeinsamen sieben Jahrzehnte zurück.

Beide stammen aus Mediat, im Südosten der Türkei und sind Aramäer. Ehemann Semun arbeitete in der Landwirtschaft und betrieb Viehzucht. Die Gnadenhochzeiter lernten sich schon in jungen Jahren kennen. Sie lebte in der Stadt, er in einem kleinen Dorf. Bei der Hochzeit war er 18 Jahre alt, sie 17. 1969 kam er als Gastarbeiter nach Deutschland und war in einem Textilunternehmen in Gießen beschäftigt. Semun Kartal arbeitete von 1974 bis 1990 bei Gail Keramik bis zum Eintritt in die Rente in der Produktion.

Die Familie lebte in Gießen, später in Buseck und ist seit einigen Jahren in Wieseck zu Hause. 1970 zogen die Kinder nach, die beiden jüngsten der sieben Kinder - vier Jungen und drei Mädchen - kamen in Deutschland zur Welt. Zur Familie zählen heute sieben Kinder, eine Tochter lebt in Schweden, die anderen in unmittelbarer Nähe zu ihren Eltern, 25 Enkel, 15 Urenkel und ein Ururenkel. Das wichtigste für das Jubiläumspaar ist der Familienverbund, es fühlt sich gut aufgehoben und umsorgt. Die Kinder und Angehörigen sind immer für sie da, wenn sie Hilfe brauchen und umsorgen sie liebevoll.

Die Glückwünsche vom Oberbürgermeister, der Landrätin und dem Hessischen Ministerpräsidenten überbrachte Stadträtin Astrid Eibelshäuser.

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