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»Gold« für 2023 angepeilt

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Sorgen für saubere Umwelt: Stefan Kvas und Alea Lenz mit einigen ihrer Schüler. © Martin-Buber-Schule

Über Aktion »Sauberkeitspaten« zur »Verbraucherschule«: Als eine unter elf hessischen Schulen wurde die Gießener Martin-Buber-Schule als solche ausgezeichnet.

Gießen. Als eine von elf Schulen in Hessen wurde die Martin-Buber-Schule als Verbraucherschule ausgezeichnet. Die Idee, sich an der Ausschreibung zu beteiligen, hatte Stefan Kvas. »Bereits seit Oktober 2020 engagiert sich unsere Schule auf Initiative meiner Kollegin Alea Lenz bei den Sauberkeitspaten der Stadt Gießen. Ich fand, dass die Idee, Müll in schulnaher Umgebung zu beseitigen, gut in das Konzept passt«, erklärt der Förderschullehrer. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Einreichung habe man sich um die Kategorie Bronze beworben, im kommenden Jahr peile man Gold an.

Unterstützt wird die Martin-Buber-Schule bei der Aktion von der Stadt Gießen. »Wir bekommen Müllzangen und Westen zur Verfügung gestellt«, freut sich Kvas.

Entstanden ist die Idee des Müllsammelns im Rahmen der Projektes Wald. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin sind Schüler im Alter von zehn bis 14 Jahren spazieren gegangen, um Begriffe rund um das Thema Natur zu sammeln. »Dabei sind die Schüler auf das Wort Müll gestoßen«, berichtet Stefan Kvas. Mittlerweile seien viele andere Klassen an dem Projekt beteiligt.

Ende vergangenen Jahres wurde eine Steuerungsgruppe Verbraucherschutz an der Schule gegründet. »Um die Auszeichnung Gold zu bekommen, muss der Entwicklungsbereich Verbraucherbildung ins Schulprogramm aufgenommen werden«, weiß der Lehrer. Viele neue Aktionen sind danach hinzugekommen. So haben sich die Mädchen und Jungen in der Vorweihnachtszeit in Kooperation mit dem Weltladen mit dem Thema fairer Schokoladenhandel beschäftigt.

Bewusstes Einkaufen und soziale Medien stellten weitere Schwerpunkte dar. »Wir haben sogar eine Social Media AG gegründet«, erzählt Kvas. Hier lernen die Schüler der Haupt- und Berufsorientierungsstufe den sensiblen Umgang mit Medien, wie Instagram, Facebook und Co.

Das Projekt Verbraucherschule ist das einzige bundesweite Projekt zur Stärkung von Verbraucherbildung an Schulen. Es wird durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. »Verbraucherschulen sind ein wichtiger Baustein in der schulischen Bildung«, sagt Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. Hier können Mädchen und Jungen Kompetenzen erwerben, die sie befähigen, souverän und kritisch mit der Angebotsvielfalt umzugehen.

In Hessen ist die Zahl der Verbraucherschulen von drei im Vorjahr auf elf angestiegen, die Auszeichnung erfolgte durch die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Bundesweit erhielten 65 Schulen die Ehrung.

Eine Anmeldung ist unter www.verbraucherschule.de möglich.

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