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Goldbuddha, Leseecke und Toilettentopf

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Von: Thomas Wißner

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Einblicke ins üblicherweise verborgene Idyll: der Garten von Silvia Lange und Peter Rupp in der Bleichstraße. Foto: Wißner © Wißner

Gießen (twi). Einen Blick hinter Mauern, Zäune und Hecken ermöglicht die Lokale Agenda 21-Gruppe »Urbane Gewässer und Gärten« mit ihrer Projektgruppe »Offene Pforte«. In der Bleichstraße hatten ihren an die Wieseck angrenzenden Garten einmal mehr Silvia Lange und Peter Rupp für Besucher geöffnet. Beide standen zudem den Besuchern Rede und Antwort und berichteten über ihre Erfahrungen.

So verriet Lange, dass die beiden ihr Gartenparadiesprojekt etwas »blauäugig« angegangen waren. Da wurden Pflanzen gepflanzt, »die einfach nicht wollten«. Ein Kirschbaum fiel den Wühlmäusen zum Opfer. Das Wasser der nahen Wieseck darf zwar nicht entnommen werden, sorgt aber für einen Boden, der - trotz der Dürre - einen weitgehend grünen Rasen hervorbringt. Überhaupt sind es kleine Details, die ins Auge stechen: ob nun ein Gold-Buddha oder eine Leseecke mit einem Stuhl und Sitzkissen in Orangenscheibenform oder aber eine Toilette, die als Pflanztopf genutzt wird. Glühbirnen und Papierkraniche an den Bäumen, ein plätschernder Gartenteich und ein Straßenschild »An der Flora« dürfen hier ebenfalls nicht fehlen. Mittlerweile sind Blütenpflanzen und auch Schmetterlingsflieder für Bienen und Schmetterlinge ein Schwerpunkt.

Die Besucher konnten sich bei Lange und Rupp neben zahlreichen Informationen auch einen Einblick verschaffen, welch ein Kleinod ein solch innenstadtnaher Hausgarten im Verborgenen darstellt. Rupp hob zudem den Austausch hervor, denn die Präsentation der vielfältigen Gartenkultur in Gießen dient auch dazu, in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Als Lieblingsplatz in ihrem Garten bezeichnet Lange die Hollywoodschaukel. »Herr im Garten« ist übrigens der zehnjährige Kater Nero.

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