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Gottesdienste auch auf Tigrinya

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Vor 20 Jahren haben Jehovas Zeugen ihren »Königreichssaal«, in der Margaretenhütte 62 errichtet. 2017 erfolgte bereits die Erweiterung des Kirchengebäudes. Foto: Schminke © Schminke

Jehovas Zeugen gibt es seit 90 Jahren in Gießen und seit 20 Jahren in eigenem Kirchengebäude. Der »Königreichssaal« befindet sich in der Margaretenhütte. Jeder ist willkommen, betont Elena Böhm.

Gießen (red). Jehovas Zeugen gehören bereits seit 1931 zum Stadtbild in Gießen. Nach ihrem 90-jährigen Bestandsjahrestag im letzten Jahr, freuen sie sich diesen November über ein weiteres Jubiläum: Vor 20 Jahren haben sie ihren eigenen Königreichssaal, wie sie ihr Kirchengebäude nennen, in der Margaretenhütte 62 in Gießen gebaut.

Anfang der 30er Jahre trafen sich die Glaubensangehörigen zu ihren regelmäßigen Gottesdiensten in Privatwohnungen, später in einem Raum des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums und dann 1967 in einem gemieteten Saal in der Bleichstraße. Doch aufgrund der stetig steigenden Zahl an Gemeindemitgliedern wurde auch diese Lokalität bald zu klein.

Die Glaubensgemeinde entschloss sich nach einem passenden Grundstück für ein eigenes Kirchengebäude zu suchen. 2002 war es dann endlich so weit: Nach langem Suchen fand sich ein Grundstück und schon im März des gleichen Jahres erfolgte der erste Spatenstich. Dank der vielen freiwilligen Helfer konnte das Gebäude nach nur sechs Monaten Bauzeit am 24. November 2002 fertiggestellt werden. Der neu gebaute Gemeindesaal hatte nun Platz für 200 Personen. So konnten Gottesdienste der einzelnen Gemeinden auf Deutsch und Russisch an verschiedenen Wochentagen angeboten werden.

Im Laufe der Zeit wurde die Sprachpalette der Gottesdienste jedoch immer breiter. Angepasst an die Bedürfnisse der vielen eingewanderten und zugezogenen Gießener wurden in dem Saal zeitweise Gottesdienste zusätzlich auf Griechisch, Italienisch, Englisch, Chinesisch, Französisch, Türkisch, Bulgarisch, Arabisch, Persisch und Tigrinya angeboten.

Bereits 15 Jahre später, also 2017, reichte der Platz nicht mehr aus. In einem neuen Bauprojekt wurde von März bis Juli des gleichen Jahres das Hauptgebäude um zwei zusätzliche Nebensäle erweitert. Durch die Vergrößerung des Gebäudes konnte nun das Programm in bis zu vier Sprachen gleichzeitig abgehalten werden.

Nachdem sie Pandemie-bedingt zwei Jahre auf Präsenzgottesdienste verzichteten, bieten Jehovas Zeugen in Gießen seit dem 1. April 2022 alle ihre Gottesdienste auch in Hybrid an. So können kranke oder immungeschwächte Personen trotzdem am Gottesdienst teilnehmen. Die Gießener Zeugen Jehovas blicken auf 20 bewegte Jahre in ihrem eigenen Königreichssaal zurück. Elena Böhm, Medienkontakt der Zeugen Jehovas Gießen, bemerkt: »Jeder ist eingeladen, sich unser Kirchengebäude einmal von innen anzuschauen. Auch zu unseren Gottesdiensten ist jeder herzlich willkommen.«

Aktuell finden Gottesdienste auf Deutsch, Russisch, Französisch und Tigrinya (semitische Sprache in Äthiopien und Eritrea) statt. Darüber hinaus bieten Jehovas Zeugen kostenlose Bibelkurse in einer Vielzahl von Sprachen an.

Mehr über Jehovas Zeugen in Gießen sowie allgemein kann man auf der Website jw.org erfahren.

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