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Großes Interesse am Hochschulinformationstag

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Wetzlar (red). Das Abi in der Tasche - und was nun? Für Schülerinnen und Schüler ist das eine wichtige Entscheidung. Die Hochschulinformationstage sollen helfen, diese Entscheidung zu treffen. Zum zweiten Mal fanden sie Corona-bedingt bei StudiumPlus digital statt. Und das duale Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien - StudiumPlus stieß auf sehr große Resonanz:

766 Interessierte wählten sich in die sieben verschiedenen Online-Meetings ein und informierten sich über das duale Studium.

Vertreter der Hochschule und der Partnerunternehmen gaben Antworten auf verschiedenste Fragen, stellten den Aufbau und die Inhalte der Studiengänge vor und gaben einen Einblick, wie die Praxisphasen in den Firmen organisiert sind. Auf ganz besonders großes Interesse stießen die Studiengänge Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft und Ingenieurwesen Maschinenbau. Aber auch die Infos zu Ingenieurwesen Elektrotechnik, Softwaretechnologie, Wirtschaftsingenieurwesen und den Master-Studiengängen waren stark nachgefragt.

Das freut den Leitenden Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH) Prof. Dr. Harald Danne und den CCD-Vorstandsvorsitzenden Uwe Hainbach. Im Auftrag der Hochschule und der über 970 Partnerunternehmen begrüßten sie die Schüler. Dabei hob Danne die enge Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studium ebenso hervor, wie den Vorteil, den das Studium in kleinen Gruppen mit sich bringt. Und Hainbach versicherte, dass die dual Studierenden in den Unternehmen von Anfang an ernst genommen werden.

Wie das Studium aufgebaut ist, erläuterten die Studiengangsleiter. Dabei machten sie deutlich, dass man als Studierender von StudiumPlus Teil der zweitgrößten Hochschule für angewandte Wissenschaft Deutschlands ist - und des größten dualen Anbieters in Hessen. Hauptsitz von StudiumPlus ist in Wetzlar, dazu gibt es sechs Außenstellen in Bad Hersfeld, Bad Vilbel, Bad Wildungen, Biedenkopf, Frankenberg und Limburg. »Wir wollen die jungen Leute da qualifizieren, wo sie leben«, erläuterte Prof. Dr. Jens Minnert, Studiengangsleiter Bauingenieurwesen. Alle Bachelor-Studiengänge umfassen sieben Semester.

Theorie direkt umsetzen

»Die Studierenden sind abwechselnd an der Hochschule und in ihrem Partnerunternehmen - so können sie das in der Theorie Gelernte immer direkt im Unternehmen umsetzen«, so Prof. Dr. Michael Guckert, Studiengangsleiter Softwaretechnologie. Dabei könnten sich die Studierenden jeweils auf Theorie oder Praxis konzentrieren, nahm er den Schülern die Sorge vor einer möglichen Doppelbelastung. Die Studiengangsleiter erläuterten auch, dass sich Interessenten zunächst bei den Unternehmen bewerben. Werden sie dort eingestellt, immatrikulieren sie sich an der Hochschule. Einen Numerus Clausus gebe es auf keinen der Studiengänge, dafür müsse man das Unternehmen von sich überzeugen. Eine Ausbildung absolviert zu haben, könne für das Studium hilfreich sein, sei aber keinesfalls Voraussetzung. Die sehr intensive Betreuung sowohl an der Hochschule als auch im Unternehmen sorge auch dafür, dass die Abbruchquote sehr niedrig sei, betonte der Studiengangsleiter Ingenieurwesen Maschinenbau, Prof. Dr. Sergej Kovalev.

Die Vertreter der Unternehmen wiesen darauf hin, dass man sich möglichst bereits ein Jahr vor Schulabschluss um einen Platz im Unternehmen bewerben solle. »Wir haben meistens schon im September des Vorjahres alle Stellen besetzt«, sagte Lara Pohl, die bei der Viessmann Shared Service GmbH für die dual Studierenden zuständig ist. Man könne es aber durchaus auch noch zu einem späteren Zeitpunkt probieren.

Wie groß die Möglichkeiten sind, die ein duales Studium bietet, schilderten die jeweiligen Studiengangsleiter. »Ob Wohnhaus, Brücke oder Hochschulgebäude, ob Planung oder Konstruktion - der Studiengang Bauingenieurwesen bietet viele Einsatzmöglichkeiten«, so Minnert. Beispiele dafür gab Michael Fuchs, Geschäftsführer der Adolf Lupp GmbH & Co KG, dessen Unternehmen Bauten verwirklicht hat wie den FAZ-Tower in Frankfurt oder den Leitz-Park in Wetzlar. Felix Marth, der bei Lupp im dritten Semester studiert, berichtete davon, wie er zunächst die betrieblichen Abläufe kennenlernte und dann schnell auch eigenständig an seinen Praxisprojekten arbeiten konnte.

Eine ständig aktualisierte Übersicht der Partnerunternehmen findet man unter www.studiumplus.de.

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