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Grünes Licht für Fußgängerüberweg

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An der Kreuzung von Gnauth-, Bleich- und Stephanstraße wird ein Fußgängerüberweg eingerichtet - aber wohl nicht mehr in diesem Jahr. © Mosel

Die Verkehrsbehörde der Stadt Gießen sieht die rechtlichen Kriterien für einen Zebrastreifen in der Gnauthstraße erfüllt. Mit der Umsetzung klappt es dieses Jahr aber wohl nicht mehr.

Gießen (bl). Diese Guerilla-Aktion hat sich offenkundig bezahlt gemacht: Zwar ist die weiße Markierung in der Gnauthstraße seit Monaten wieder verschwunden, die Unbekannte im Juli an dieser schlecht einsehbaren Ecke in Eigeninitiative aufgemalt haben. Die Botschaft aber scheint angekommen zu sein. Denn ein Zebrastreifen könnte dort, wo sich Gnauth-, Bleich- und Stephanstraße kreuzen, tatsächlich Realität werden. »Die verkehrsrechtliche Prüfung und die technische Vorprüfung in Bezug auf die Platz- und Sichtverhältnisse sind inzwischen positiv abgeschlossen. Nach Auffassung der Verkehrsbehörde der Stadt sind die rechtlichen Kriterien für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges erfüllt«, teilt Stadtsprecherin Claudia Boje auf Anfrage des Anzeigers mit. Es müsse nun allerdings noch eine detaillierte Verkehrsplanung durchgeführt werden. Bis also ganz offiziell Farbe aufgetragen und entsprechende Hinweisschilder platziert werden können, wird es wohl noch eine Weile dauern. Eine Umsetzung in diesem Jahr könne jedenfalls »nicht in Aussicht gestellt werden«, so Boje.

Bereits Mitte September hatte die Stadt bei einer Verkehrszählung die Geschwindigkeit in der Bleichstraße/Gnauthstraße sowie die zugehörigen Fahrzeugmengen erfasst. Parallel dazu erfolgte mit einem anderen Statistikgerät eine sogenannte Knotenstromzählung. »Dabei wurden alle Abbiegebeziehungen von Fahrzeugen und die Anzahl querender zu Fuß Gehender im relevanten Abschnitt ausgewertet.«

Die Kreuzung wird regelmäßig von Fußgängern sowie Kindern auf dem Weg zur Schule oder zum Spielplatz passiert. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass Autofahrer häufiger Tempo 30 überschreiten, sofern die Verhältnisse nicht zu beengt sind. Vor allem an Werktagen ist auf dieser Verbindung zwischen Innenstadt und Schiffenberger Tal einiges los. In den Sozialen Medien stieß der falsche Zebrastreifen damals auf reichlich Zustimmung, weil ein solcher »längst überfällig« sei.

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