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Herbstmesse sorgt für Glücksgefühle

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Bis zum 3. Oktober sind im Vergnügungspark an der Gießener Ringallee viele Attraktionen zu finden. Bei der Eröffnung sprach OB Frank-Tilo Becher von »unserem Oktoberfest«.

Gießen. Die Sonne strahlte über den Messeplatz und mit ihr die vielen Menschen, Schausteller und Gäste, die auf die Eröffnung der Herbstmesse warteten. Für Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher war es die Premiere für dieses Volksfest. »Wir können hier in Gießen endlich wieder Messe feiern«, freute sich das Stadtoberhaupt, flankiert von Vertretern des Schaustellerverbandes und der Vereine am 38 Meter hohen Riesenrad. »Denn das gehört einfach zu Gießen«, machte Becher deutlich, die Besucherinnen und Besucher, die ungeduldig vor dem größten Fahrgeschäft anstanden, stimmten ihm kopfnickend zu.

Das Treiben, das an der Ringallee bis zum 3. Oktober andauert, sei »unser Oktoberfest«, so Becher weiter. Alle hätten eine ziemliche Sehnsucht verspürt. Er selbst verbinde mit der Messe Erinnerungen an seine Jugendzeit. Für die Stadt Gießen sei die beliebte Veranstaltung »ein Magnet, eine Attraktion«. Danach durfte der OB die Kurbel am Leierkasten von André Lotz drehen, der zuvor schon die Wartenden unterhalten hatte. Musikalisch ging es dann mit einem jungen Chor aus der Ukraine unter der Leitung von Nadja Eisenberg weiter. Bereits nach wenigen Sekunden klatschten die Zuhörerinnen und Zuhörer im Rhythmus mit.

»Ein gutes Zeichen«

»Das ist ein gutes Zeichen«, meinte Frank-Tilo Becher über den Auftritt, denn es seien so viele Menschen aus der Ukraine in der Stadt. Und die Messe sei ein Ort, an dem alle zusammen Freude und Spaß haben könnten. Als Dankeschön luden die Schausteller die Chormitglieder zu einem Rundgang über das Gelände ein.

Das Riesenrad begann, sich zu drehen und vor den Fahrgeschäften bildeten sich lange Schlangen. »Ich habe Tränen in den Augen«, schilderte Daniela Lotz aus Buseck ihre Gefühle. Für sie war der Besuch des Vergnügungsparks ein Kindheitstraum, den sie sich aufs Neue immer wieder erfüllt. »Dieser Ort ist für mich mit einem Glücksgefühl verbunden«, erzählte sie im Gespräch mit dem Anzeiger. Wenn Kinder im Karussell sitzen oder in die Luft schweben, im Autoscooter unterwegs sind, Popcorn genießen oder an den Ständen ihre Geschicklichkeit beweisen, empfinde sie eine »große Zufriedenheit«. Sie kenne viele Singles, die abends über den Platz schlendern, verzückt von den Lichtern, etwas essen und trinken sowie Bekannte treffen. Die Buseckerin bedauert aber auch, dass der Fanfarenzug »Hansa Gießen« nicht mehr an der Eröffnung des Volksfestes mitwirkt. Das sei nämlich stets ein besonders schönes Erlebnis gewesen. Woran also liegt es, dass die Musikerinnen und Musikern schon zum zweiten Mal nicht dabei sind? Die Anfrage der Gießen Marketing GmbH habe sie diesmal zu spät erreicht, erklärt die »Hansa«-Vorsitzende Sylvia Löffert gegenüber dieser Zeitung. Und in der Kürze der Zeit sei es nicht zu realisieren gewesen, genügend Mitspieler auf den Platz zu bekommen. Im vergangenen Jahr sei hingegen niemand an den Verein herangetreten - das sei wohl vergessen worden.

Das angekündigte Fahrgeschäft »Polyp« ist übrigens doch nicht auf der Herbstmesse zu finden, dafür gibt es viele andere Attraktionen. Besonders am Fahrgeschäft »Fast & Furious« herrschte ein enormer Andrang, um sich ordentlich durchwirbeln zu lassen.

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Ordentlich durchgewirbelt: Das neue Fahrgeschäft »Fast & Furios« zieht Massen von Besuchern an. Foto: Jung © Jung

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