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Hier muss schon die Kettensäge ran

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Der dicke Stamm ist im Wehr steckengeblieben. © Schäfer

Ein etwa 20 Meter langer dicker Baumstamm hat sich seit einigen Tagen in Gießen im Klinkel’schen Wehr verkeilt und muss nun aufwendig entfernt werden.

Gießen (rsa). Dass sich nahezu ein ganzer Baum unter der Brücke des Klinkel’schen Wehrs verkeilt, hat eher Seltenheitswert. Immerhin ist der fast völlig entastete Baumstamm, der dort seit einigen Tagen zu sehen ist, etwa 20 Meter lang. Während es der untere Teil über das Wehr geschafft hat, ragt die Baumspitze auf der anderen Seite meterhoch über die Brücke hinaus. Was schon einen ziemlich kuriosen Anblick bietet.

Auf Anfrage des Anzeigers teilt Oliver Friedl von den Mittelhessischen Wasserbetrieben (MWB) mit, dass es nichts Ungewöhnliches sei, wenn sich ein in der Lahn treibender Baum an einem der Wehre verfange. »Dann wird die Klappe ganz flach gelegt.« Der höhere Wasserstand gibt den Baum normalerweise auf seinem Weg flussabwärts frei. Bei dem derzeit dort verklemmten langen Stamm sei dies allerdings nicht möglich. In einem solchen Falle müsse der Kanalbetrieb der MWB mit Kettensägen ran, um den Baum zu zerkleinern und die Brücke von ihm zu befreien.

Wegen des aktuell niedrigen Pegelstands der Lahn sei es im Übrigen nicht angezeigt, durch das Flachlegen der Wehrsperre den Pegelstand durch das dann in großen Mengen abfließende Wasser bezüglich der Fische noch weiter abzusenken, erläutert der Fachmann.

In Flüssen treiben zumeist Bäume oder Teile von ihnen, die durch Natureinwirkung aus dem Untergrund gerissen und ins Wasser gespült worden sind. In der Lahn bei Gießen sieht man diese Hölzer meist an den beiden Wehren, wo sie infolge der geringen Höhe des Wasserübergangs hängenbleiben und geborgen werden müssen. Ein solcher Aufwand wie dieses Mal ist dabei aber zum Glück nicht allzu häufig erforderlich.

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