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Hilfe aus Gießen: Kampf dem Zahnschmerz

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Auf den Philippinen boten die Freiwilligen kostenlose Zahnbehandlungen an. Foto: Bolz © Bolz

Gießen (red). Während sich der Gießener Zahnarzt Dr. Ulrich Bolz mit einem schweren Koffer vom Frankfurter Flughafen auf den Weg in die philippinische Stadt Cebu machte, reiste sein schon viele Jahre auf den Philippinen lebender Kollege, der Ex-Gießener Dr. Wulf Feinhals, mit seinem Pick-up in Cebu-City an. Das Fahrzeug war beladen mit einem Army-Dental-Chair - einem klappbaren Zahnarztstuhl, wie ihn Armeen verwenden - und Kisten voller Extraktionswerkzeuge für den vor ihnen liegenden Einsatz.

Zusammen mit dem katholischen Orden der San Carlos-Universität führten sie eine »Dental Mission«, zahnärztliche Behandlungen, in den Armenvierteln der Stadt durch. Dabei befreiten sie mehr als 500 bedürftige Patienten operativ von ihren schmerzhaften Zähnen und Wurzelresten. Assistenz sowie Narkose-, Schmerzmittel und Antibiotika wurden von der San Carlos-Universität gestellt. Die Behandlung, die vorwiegend in Kirchen, Kapellen, Kindertagesstätten oder auch unter freiem Himmel durchgeführt wurde, erfolgte kostenfrei. Ansonsten können die Menschen kaum auf staatliche Unterstützung bei der Gesundheitsversorgung hoffen.

Auch wenn die Behandlung im Rahmen des »Global Dental Health-Projekts« nur eine Notfallversorgung ermöglichen und nicht die Ursachen des sichtbaren Zusammenhangs zwischen Armut und (Zahn-)Gesundheit beseitigen kann, sind die Menschen dennoch sehr dankbar für die Befreiung von ihren Schmerzen und lassen sich deshalb auch gerne mit den »German Docters« ablichten.

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