1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Hitzeaktionsplan ab kommendem Jahr

Erstellt:

giloka_1808_fische_18082_4c_2
Was Hitze und Sauerstoffmangel anrichten können, zeigten im Sommer unzählige tote Fische im Neuen Teich. Foto: Hitzel © Hitzel

Die Stadt Gießen will ihre Einwohner vor den negativen Folgen von Hitzewellen schützen. Ein Aktionsplan soll entstehen.

Gießen. Tote Fische im Neuen Teich. Bäume, die ihr Laub abwerfen. Asphalt, der zu kochen scheint - die letzte Hitzewelle ist gerade vorüber. Und wer die vergangenen Sommer Revue passieren lässt, wird feststellen: Diese Wetterphänomene sind mittlerweile eher Regel als Ausnahme. Was tut die Stadt, um ihre Einwohner zu schützen? Das hat Maximilian Würtz von der Fraktion Gigg+Volt den Magistrat gefragt. »Ein Hitzeaktionsplan mit Empfehlungen zur Erstellung kommunaler Hitzeaktionspläne soll auf Landesebene in 2023 vorliegen«, antwortet die zuständige Stadträtin Gerda Weigel-Greilich.

An diesem Plan könne sich die Stadt bei der Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplanes orientieren. »Das Thema ›Hitze‹ wird dann Teil des Klimawandelkonzeptes sein«, erläutert die Politikerin von den Grünen. Unter anderem Senioren könnten von Hitzewellen besonders betroffen sein. Weigel-Greilich: »Hitzeaktionspläne sollen die gesundheitlichen Folgen von extremer Hitze effizient kommunizieren, ein der Situation angepasstes Verhalten der Menschen erreichen und eine langfristige Minderung der Hitzebelastung in Städten und Kommunen erzielen.« Elemente wie den »Coolen Stadtplan« oder öffentliche Trinkbrunnen habe die Stadt bereits realisiert. Mit dem Förderprogramm »Grüne Mitte Gießen« werde die Innenstadt begrünt.

Warnsystem

Bereits seit 2004 gebe es ein hessenweites Hitzewarnsystem, das auf Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) basiere. »Die Weiterleitung von Warnmeldungen des DWDs ist an vulnerable Gruppen wie ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen (Alters- und Pflegeheime) sowie Krankenhäuser gerichtet. Damit können sich die betroffenen Einrichtungen und Institutionen auf zu erwartende Wärmebelastungen einstellen. Die obere Aufsichtsbehörde im Regierungspräsidium - die hessische Betreuungs- und Pflegeaufsicht - informiert über aktuelle Hitzewarnungen, kontrolliert die entsprechenden Vorkehrungen beziehungsweise Vorsorgemaßnahmen und Schutzmaßnahmen und ist im Vorfeld auch präventiv informierend tätig«, erläutert die Stadträtin. Werde Hitzewarnsfufe zwei ausgerufen, dann benachrichtige das Gesundheitsamt des Landkreises die niedergelassenen Ärzte, Krankenhäuser, Rettungsdienste und die ambulanten Pflegedienste um weitere vulnerable Gruppen zu erreichen. Das Gesundheitsamt veröffentliche die Informationen auch auf seinen Internetseiten.

Auch interessant