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Hoher Besuch bei dualen Studiengängen

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Bettina Stark-Watzinger inmitten ihrer Gastgeber. © THM

Die neue Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger zeigte sich beim Besuch der THM in Wetzlar beeindruckt vom größten Anbieter solcher stark praxisorientierter Studiengänge in Hessen.

Wetzlar/Gießen (red). Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat die neue Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, StudiumPlus in Wetzlar, die dualen Studiengänge der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), besucht. Beim Austausch informierte sie sich über die laut Pressemitteilung einzigartige Kooperation mit der Wirtschaft, digitale und hybride Lehrformen und Zukunftsperspektiven für das duale Studium. »Es ist toll, was bei StudiumPlus und an der THM geleistet wird«, sagte die Ministerin. Viele Anregungen nehme sie für den Aufbau der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (Dati) mit. Diese soll insbesondere den Transfer von Zukunftstechnologien aus Hochschulen für angewandte Wissenschaften fördern. Das Eckpunktepapier kündigte Stark-Watzinger bis zum Ablauf der ersten 100 Tage ihrer Amtszeit an.

Über die Entstehung, die Entwicklung und das stetige Wachstum des größten Anbieters von dualen Studiengängen in Hessen informierte der Leitende Direktor Prof. Harald Danne. Mehr als 1800 Studierende sind aktuell in den sechs Bachelor- und vier Master-Studiengängen am Campus Wetzlar und den sechs Außenstellen in Mittel- und Nordhessen eingeschrieben. Mehr als 4300 Absolventen sind in 20 Jahren hervorgegangen. »Unsere Absolventen sind heiß begehrt«, betonte Danne. Mit fast 1000 Partnerunternehmen, zusammengeschlossen im CompetenceCenter Duale Hochschulstudien (CCD), verfüge StudiumPlus über das größte Unternehmensnetzwerk seiner Art. »Das duale Studium lebt von der Vielfalt der Anbieter, das gilt es in Deutschland zu erhalten«, sagte Danne, der auch stellvertretender Vorsitzender des Verbands Duales Hochschulstudium Deutschland ist.

»StudiumPlus ist unser Aushängeschild«, unterstrich Prof. Matthias Willems, Präsident der THM. Transfer sei die Stärke der dualen Studiengänge und der THM als stark anwendungs- und forschungsorientierter Hochschule - mit mehr als 18 000 Studierenden auf Platz zwei in Deutschland. Keine andere Hochschule in Deutschland kooperiere derart eng mit der Wirtschaft.

Pandemie-bedingt setzt StudiumPlus im laufenden Wintersemester auf ein Hybrid-Modell mit Präsenz- und Online-Anteilen. Umfragen haben gezeigt, dass sich die Studierenden auch für die Zukunft eine intelligente Mischform wünschen. StudiumPlus werde weiterhin großen Wert auf Unterricht vor Ort legen, die Herausforderung bestehe darin, das optimale Verhältnis zu finden, erklärte der geschäftsführende Direktor Prof. Jens Minnert, der im April die Nachfolge von Danne als Leitender Direktor antreten wird. CCD-Vorstandsvorsitzender Uwe Hainbach stellte dann das Konzept »Hörsaal der Zukunft« vor: Räume mit hochmoderner Medientechnik und innovativem Mobiliar, die sukzessive an allen sieben Studienstandorten eingerichtet werden.

Auf großes Interesse der Ministerin stieß auch der in diesem Winter erfolgreich gestartete neuartige Master-Studiengang ›Future Skills und Innovation‹, bei dem die Studierenden in fachübergreifenden Teams an gemeinsamen Projekten arbeiten. Stark-Watzinger, studierte Volkswirtin und frühere Geschäftsführerin der interdisziplinären Forschungseinrichtung Loewe-Zentrum, lobte die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen. Dies stärke die mittelständisch geprägte Wirtschaft, die zudem vom Know-how auf dem wichtigen Feld der Digitalisierung profitiere.

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