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»Hohes Niveau«

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Gießen (red). Die zum Ende der Spielzeit scheidende Intendantin Cathérine Miville wurde von der Gesellschafterversammlung der Stadttheater Gießen GmbH zum Ehrenmitglied des Stadttheaters ernannt.

Es sei genau richtige und sichtbare Zeichen der Dankbarkeit sowie der Anerkennung der Stadt und des Landkreises Gießen »für ihre ganz außergewöhnliche Leistung«, erklärten Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Landrätin Anita Schneider in ihrer Funktion als Vertreterinnen der beiden Gesellschafter.

Geehrt werde die seit 2002 amtierende Cathérine Miville »für ihre hervorragenden Verdienste« um das Haus, das sie erfolgreich geführt und dabei ein hohes künstlerisches Niveau, ein anspruchsvolles Profil sowie seine positive Wahrnehmung in Stadt und Region gewährleistet und ausgebaut hat«. Verbunden ist diese Ehrenmitgliedschaft mit einem Frei-Abonnement (Premiere und Sinfoniekonzerte).

Miville habe sich auch in finanziell schwierigen Zeiten mit Überzeugungskraft für den Erhalt des Drei-Sparten Theaters eingesetzt. Und sie trage auch Verantwortung für zahlreiche wegweisende Weiterentwicklungen zur Steigerung der Attraktivität des Angebotes sowie der Optimierung der Arbeitsbedingungen am Stadttheater.

Die Spielpläne haben sich laut der beiden Gesellschafterinnen insbesondere dadurch ausgezeichnet, »den unterschiedlichen Interessenslagen des heterogenen Theaterpublikums gerecht zu werden«. Dank einer Mischung aus klassischem Repertoire und zeitgenössischen Theaterformen habe das Haus überregionale Aufmerksamkeit erlangt. Das Stadttheater wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt Fördermittel für zahlreiche Sonderprojekte, darunter von der Bundeskulturstiftung.

Besonderes Anliegen während ihrer Intendanz sei Miville die Förderung und Verwurzelung des Theaters als Ort des gesellschaftspolitischen Austauschs gewesen, als Marktplatz der Gedanken für Menschen in Stadt und Region, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt Auch im Bereich der Infrastruktur habe sie positives bewirken können. Zu den baulichen und technischen Erweiterungen der vergangenen Jahre zählen die taT-Studiobühne am Berliner Platz, das Proben- und Arbeitszentrum in der Bahnhofstraße oder das Haus der Karten im ehemaligen Dürerhaus.

»Frau Miville hat das hohe künstlerische Niveau, das anspruchsvolle Profil des Hauses und seine positive Wahrnehmung gefestigt und immer weiter ausgebaut«, so Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz. Sie sei breit vernetzt mit verschiedensten regionalen und überregionalen Institutionen. Ihre Offenheit für unterschiedlichste Kooperationen machten das Stadttheater zu einem attraktiven kulturellen Zentrum in Mittelhessen, ergänzt Landrätin Schneider.

»Ich freue mich sehr über diese Wertschätzung meiner Theaterarbeit«, so Cathérine Miville, »insbesondere, da es auch eine Anerkennung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Theaters ist, die mich teilweise den ganzen Weg über begleitet und sich prägend eingebracht haben. Denn Theater ist immer Teamarbeit.« Sie fühle sich zudem sehr geehrt, diese Auszeichnung mit Gian Carlo Menotti und Herbert Gietzen zu teilen, dem Komponisten und Musikalischen Leiter ihren ersten Opernregie überhaupt, »natürlich in Gießen«.

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