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Hommage an den Hammerflügel

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Susanne Oehler, Eva-Maria Anton, Torsten Oehler und Christof Becker luden zur »Soirée galante« in die Licher Marienstiftskirche. © Frahm

Lich (kjf). Der Hammerflügel, aus dem Cembalo heraus entwickelt, war die große musikalische Innovation des 18. Jahrhunderts. Große Komponisten des ausgehenden Barock und der Frühklassik wandten sich begeistert dem neuen Begleitinstrument zu und schrieben Werke, die bist heute in Konzertsälen zur Aufführung kommen.

In der Licher Marienstiftskirche hatten Eva-Maria Anton am Hammerflügel, Susanne Oehler an der Flöte, Christof Becker an der Viola und Torsten Oehler am Violoncello zu einer »Soirée galante« geladen. 80 Besucher erlebten ein außergewöhnliches Konzert in einem besonderen Konzertsaal.

Zum Auftakt spielten die vier Virtuosen das Quartett in G-Dur Nr. 6 des französischen Komponisten Jean-Francois Trapay, das dieser noch für Cembalo oder Hammerklavier gleichermaßen geschrieben hatte. Trapay gilt als bedeutendster französischer Komponist der Übergangszeit vom Cembalo zum Pianoforte.

Eva-Maria Anton präsentierte im Anschluss den ersten Satz von Mozarts Sonate F-Dur, die er für seinen hochgeschätzten Stein’schen Hammerflügel geschrieben hatte. Das Konzertinstrument in Lich war ein Nachbau des Mozartschen Flügels.

Mit dem Klaviertrio G-Dur von Joseph Haydn ging es beschwingt weiter und zum Abschluss kam mit dem Quartett in G-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach noch ein vierter großer Liebhaber des damals neuen Instruments zu Gehör. Das Publikum zeigte sich von dem Vortrag begeistert, verzichtete aber, wohl wegen der sakralen Umgebung, weitgehend auf Applaus.

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