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Hotel muss angemietet werden

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Der Krieg in der Ukraine sorgt dafür, dass vor allem aus dem osteuropäischen Land auch mehr jugendliche Flüchtlinge allein in Gießen ankommen. Symbolfoto: dpa © Red

Zurzeit erreichen wieder mehr unbegleitete minderjährige Ausländer auch Gießen. Sie kommen vor allem aus der Ukraine, aber auch aus Eritrea.

Gießen (olz). Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (umA), die die Stadt erreichen, steigt wieder. Das berichtete Gerda Weigel-Greilich nun im Hauptausschuss. »Wir werden wieder ein Hotel anmieten müssen«, sagte die Stadträtin. Sie erklärte, dass es sich vor allem um Flüchtlinge aus der Ukraine und aus Eritrea handele. Hintergrund der Ausführungen war die Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 4,7 Millionen Euro.

Gewachsen ist zunächst die Zahl der sogenannten Inobhutnahmen. Sie seien von »28 laufenden Fällen im Februar auf 65 Fälle im Juli angestiegen«, heißt es in der Beschlussvorlage. Im selben Zeitraum ist ein Plus von fünf Fällen bei der Heimerziehung und von neun Fällen bei der Heimpflege volljähriger Flüchtlinge zu verzeichnen. »Allgemein ist der Strom der unbegleiteten minderjährigen Ausländer sehr hoch. Aufgrund von Verteilproblemen ist eine längere Verweildauer in Gießen zu erwarten. Das Land hat eine landesweite Regelung zur Verteilung angekündigt; diese ist aber bisher noch nicht umgesetzt«, steht in der Vorlage.

Erstattungsfähig

Die bundesweite Verteilung werde weiter umgesetzt, jedoch »kommt es hier, aufgrund verwandtschaftlicher Bindung, oft zum Ausschluss der Verteilung«. Grundsätzlich seien die Aufwendungen erstattungsfähig. Allerdings könne die Erstattung erst nach erbrachter Leistung erfolgen.

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