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»Ich fühle mich gut informiert«

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An beiden Messetagen war in der Kongresshalle einiges los. © Zielinski

4000 meist jugendliche Besucher nahmen von der Gießener Berufs- und Bildungsmesse »Chance« viele Anregungen mit. 172 Aussteller präsentierten dort ihre breitgefächerten Ausbildungsangebote.

Gießen (paz). 172 Aussteller, 4000 Besucher - so die positive Resonanz der zweitägigen Berufs- und Bildungsmesse »Chance«. Nach zweijähriger Pandemie-bedingter Pause hatte die Messe am Freitag und Samstag zum 14. Mal in der Kongresshalle ihre Pforten geöffnet. In einer Zeit, in der alles im Umbruch ist, bot die »Chance« praxisnahe Informationen rund um die Themen Beruf, Studium, Aus- und Weiterbildung. Ziel der größten Karrieremesse ihrer Art in Mittelhessen war es, Arbeitgeber und -nehmer zusammenzubringen. So erhielten die Besucher von Unternehmen aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und Pflege sowie Institutionen umfangreiche Informationen aus erster Hand. Darüber hinaus stellten (Hoch-)schulen und Berufsakademien ihr Angebot vor.

Während am Freitag eher Schülerinnen und Schüler - zum Teil auch im Klassenverband - die »Chance« besuchten, kamen am Samstag Jugendliche mit ihren Eltern oder Menschen auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Neben Personalverantwortlichen standen an vielen Ständen auch Auszubildende jungen Besuchern gerne Rede und Antwort. »Ich fühle mich gut informiert«, erklärte etwa die 17-jährige Agnes, die zusammen mit einer Freundin die Messe besuchte. Aufgrund der Pandemie habe sie kein Schulpraktikum machen können. »Jetzt steht für mich fest, dass ich gerne im Pflegebereich arbeiten möchte«, sagte sie und zeigte stolz die zahlreichen Prospekte, die sie mitgenommen hat. »Klassische Pflegeberufe rücken wieder stärker in den Fokus des Interesses«, bestätigte in diesem Zusammenhang Luzardo Pereira de Lima, Einrichtungsleiter des Alloheims in Gießen. Aktuell bilde man in Gießen 21 junge Leute in Pflegeberufen aus. Über großen Zuspruch freute sich auch Linda Hauck, Geschäftsführerin im Bereich Personal bei der Lebenshilfe. Auch das Interesse am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) steige wieder.

Neben bekannten Berufsbildern, wie Mechatroniker/in oder Industriekaufmann/frau, rückten auf der Messe auch eher unbekannte in den Fokus des Interesses. So beispielsweise der Anästhesie-Technische Assistent/in oder der Forstwirt/in. »Wir waren in der Vergangenheit oft auf der Messe ›Chance‹ vertreten und haben dadurch regelmäßig Bewerbungen erhalten«, betonte Mario Baumhackel, Personalleiter bei Hessen Forst. Insgesamt habe man 41 Forstämter in ganz Hessen, darunter eines in Wettenberg.

Auf positive Resonanz stieß neben einem breiten Spektrum messebegleitender Vorträge auch die Bewerberstraße. Hier prüfte die Agentur für Arbeit Bewerbungsmappen oder wurden vom Fotostudio Picturebaer professionelle Fotos geschossen. Auch die Aussteller hatten sich vom Glücksrad drehen bis zum Zahnabdrücke nehmen viel einfallen lassen. Zu den Publikumsmagneten zählten die Zollhunde Hope und Max, die vor einem begeisterten Publikum ihr Können unter Beweis stellten.

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