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Ideen für eine bessere Zukunft

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Die Regionalwettbewerbe von »Jugend forscht« und »Schüler experimentieren«, moderiert von Mathias Burk, wurden live aus dem Löbershof in Gießen gestreamt. © THM

Neun Teams aus Mittelhessen haben es mit Ideen zum Umweltschutz nach Erfolg in den Regionalwettbewerben in die Landesfinals von »Jugend forscht« und »Schüler experimentieren« geschafft.

Gießen (red). Mit guten Ideen die Welt ein bisschen besser machen - das wollen die siegreichen Teams im mittelhessischen Regionalwettbewerb von »Jugend forscht« und »Schüler experimentieren«. Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und die Justus-Liebig-Universität (JLU) sind seit vergangenem Jahr gemeinsam Ausrichter des Wettbewerbs, der diesmal digital stattfand und aus dem Löbershof gestreamt und moderiert wurde. JLU und THM stellen mit weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Mittelhessen und darüber hinaus sowie Schulen und Unternehmen, wie etwa Biontech, die Jury.

Neun Teams haben es mit Ansätzen, die zumeist mit Umweltschutz zu tun haben, in die Landesfinals der beiden Schwesterwettbewerbe in Darmstadt und Kassel geschafft. Insgesamt haben 34 Teams aus 13 hessischen Schulen sowie als Gäste die Pestalozzi-Schule aus Buenos Aires und die German European School aus Singapur teilgenommen. Die einen sahen der Siegerehrung am Samstagnachmittag beim Abendessen zu, die anderen beim Frühstück. Das Team aus Singapur hat es sogar in den Landeswettbewerb geschafft.

»Es freut mich besonders, dass wir trotz Corona-Pandemie eine so große Anzahl an Projektteams begrüßen konnten und dass sogar zwei internationale Schulen teilgenommen haben«, zieht Prof. Jochen Frey ein Fazit. Der Vizepräsident für Forschung und Technik an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ist mit Prof. Kai-Thomas Brinkmann vom II. Physikalischen Institut der Justus-Liebig-Universität (JLU) Patenbeauftragter.

Frey lobt den »souveränen Einsatz wissenschaftlicher Methoden« in vielen Projekten. Das sieht auch Gastgeber und Moderator Mathias Burk so, Lehrer an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar: »Es gab teilweise sehr beeindruckende Arbeiten, die trotz Corona gut durchdacht waren«, sagt er. Die Pandemie hat nicht nur das Regionalfinale wieder zu einem rein digitalen Wettbewerb werden lassen, sondern auch das eine oder andere Projekt durch Quarantänen oder Homeschooling beeinflusst.

Trotzdem seien insgesamt nur drei Projekte ausgefallen - deutlich weniger selbst als in »normalen« Jahren. »Gleich neun preisgekrönte Projekte schaffen es in den Landeswettbewerb«, hebt Kai-Thomas Brinkmann hervor. Anfang April nehmen in Kassel sechs mittelhessische Teams am Landesfinale von »Schüler experimentieren« teil, eine Woche später dann drei Teams am Landesfinale von »Jugend forscht« in Darmstadt. Der Bundeswettbewerb steigt Ende Mai in Lübeck.

Ob diese Wettbewerbe analog oder digital stattfinden, steht noch nicht fest. Für die digitale Ausrichtung aus dem Löbershof zeichneten Studierende des Studienganges Eventmanagement und -technik vom Fachbereich Management und Kommunikation der THM verantwortlich. »Das war eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Corona-Jahr«, sagt Brinkmann - und wohl auch ein Zeichen der Zeit nach zwei Jahren digitalen Lehrens und Lernens.

Aus Gießen war dieses Mal kein Teilnehmer dabei. Geographisch der Universitätsstadt am nächsten war das ebenfalls siegreiche Team Benedict Gilbrich, Stian Wudi und Kilian Woditschka von der Lahntalschule Lahnau. Sie gingen der Fragestellung nach »Kann man mit Ultraschall die Konzentration von Helium in einem geschlossenen Behälter messen?« Dazu wurde ein Behälter in Ein-Prozent-Schritten mit Helium befüllt und mit Sensoren und einem Mikrocomputer Messungen durchgeführt und mit den Daten einen Graphen zur Ausbreitungsgeschwindigkeit von Ultraschall im Bezug zur prozentualen Konzentration von Helium kalibriert.

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