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Im leeren Raum

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Gießen (red). Das kaum bestuhlte und fast leere Theater vom Parkett bis zur gesamten Bühne bevölkerten Mitglieder des Theatervereins bei dem Besuch einer Hauptprobe von »Posthuman Journey«. Somit konnten die Gäste bereits vor der Premiere erleben, was die spartenübergreifende Produktion zu Saisonbeginn unter neuer Leitung zu bieten hatte.

Die Vorsitzende Helga Göbel begrüßte zuvor im neu bestuhlten Foyer Intendantin Simone Sterr und Musikdramaturg Christian Förnzler sowie viele Theaterfreunde. Sterr und Förnzler informierten kurz über die »theatrale Installation« des dreiteiligen Abends. Stichwortartig stellten sie die wesentlichen Merkmale zu Inhalt und Spielgestaltung durch Sprache, Bewegung und Musik heraus.

Die facettenreiche Trilogie des Hongkonger Pat To Yan sei als Geschichtensammlung und als Reise durch mögliche nahe und noch ferne Zukünfte gemeint. Figuren und theatergemäße Formen seien teils »allegorisch und metaphysisch« angelegt, um »Zwischenmenschliches« (wie die Liebe) als auch gesellschaftliche (wie ethische Fragen) und technische Entwicklungen (wie Künstliche Intelligenz) aufzuzeigen.

Dass Zuschauerraum und Bühne offen umgestaltet wurden, soll verdeutlichen, dass das Theater »Forum und Agora« Ort für öffentliche Auseinandersetzung und »gemeinschaftliches Erlebnis« ist. So war der Probenbesuch erkenntnisreich und diskussionswürdig. Das Stück wird am Ende der Saison wieder in den Spielplan aufgenommen.

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