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Im Rathaus angekommen

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Erster Arbeitstag: Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher hat seinen neuen Arbeitsplatz eingenommen. © Scholz

Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher hat die Arbeit aufgenommen. Francesco Arman ist neuer ehrenamtlicher Dezernent.

Gießen. Gegen 7.30 Uhr im Nieselregen. Warten auf den Corona-Test. Nein, der erste Arbeitstag des neuen Oberbürgermeisters hat nicht unbedingt glanzvoll angefangen. Schlechter Start? Nicht für Frank-Tilo Becher. Der Rathauschef ist augenscheinlich bester Laune, als er am Montagmittag den neuen Dezernatsverteilungsplan präsentiert. »Der Plan trägt ganz klar dem Kommunalwahlergebnis Rechnung«, sagt der Sozialdemokrat. Auffällig ist, dass das Verwaltungsoberhaupt nicht mehr für die Kämmerei zuständig ist. Sie geht an den künftigen Bürgermeister , den die Grünen stellen dürften. »Seine Wahl ist für den Februar geplant. Der Amtsantritt könnte dann am 1. März 2022 sein«, erklärt Stadträtin Gerda Weigel-Greilich.

Zwölf Jahre hat Dietlind Grabe-Bolz am Schreibtisch im zweiten Stock des Rathauses gesessen. Häufig brannte noch spätabends Licht im Arbeitszimmer der OB. - jetzt hat Becher den Platz übernommen. »Mein erster Tageseinstieg als Oberbürgermeister hat sich gut angefühlt«, erzählt der Nachfolger. Das einzige neue Gesicht ist er am Montag nicht. Auch Francesco Arman von der »Gießener Linken« gehört dem Magistrat jetzt als ehrenamtlicher Dezernent an.

Ehrenamtlich zuständig

Das Amt für soziale Angelegenheiten ist zentrale Aufgabe des 43-jährigen Erziehers. »Ich bin seit meinem 17. Lebensjahr in Gießen«, berichtet Arman, der verheiratet ist und ein neunjähriges Kind hat.

Becher hat unter anderem Haupt- und Personalamt, Kulturamt mit Stadtbibliothek und Oberhessischem Museum und Sportamt unter sich. Anders als seine Vorgängerin übernimmt er auch das Büro für Bürgerbeteiligung und die Wirtschaftsförderung sowie die Gießen Marketing. Kämmerei, Ordnungsamt, Tiefbauamt, Koordinierungsstelle für Verkehr, Büro für die Lokale Agenda 21 und Klimaschutz. Das sind die Aufgaben, die der noch zu wählende Bürgermeister nach Willen der Koalition hat. Bis er in Amt und Würden ist, kümmert sich Weigel-Greilich um diese Bereiche.

Die Stadträtin von den Grünen selbst behält wesentliche Ämter wie das Gartenamt. Neu in ihrem Dezernat ist das Planungsamt, womit die Koalitionäre Bauordnungsamt und Planung wieder in einer Hand zusammenführen. Auch SPD-Stadträtin Astrid Eibelshäuser setzt ihre Arbeit fort, wie gewohnt unter anderem in den Bereichen Schulverwaltungsamt, Ausländerbehörde und Hochbauamt. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, arbeiteten die Dezernenten zukünftig »sehr kooperativ« zusammen, erklärt Becher.

Selbst werde er im Bereich Klimaschutz eine Art Wächterfunktion haben.. Allen Bereichen wie zum Beispiel der Wirtschaftsförderung müsse man die Frage stellen, wie das Klimaschutzziel 2035 erreicht werden könne. Neben der Innenstadtentwicklung samt Digitalisierungsstrategie zählt der Oberbürgermeister den Kulturgewerbehof in der Steinstraße zu weiteren wichtigen Projekten. »Auch die Osthalle und den Basketballstandort Gießen werden wir demnächst aufrufen«, betont er.

Verstärkter Blick auf Pandemie

»Zudem ist der Verkehrsversuch auf dem Anlagenring derzeit in besonderer Weise Thema«, formuliert Becher, der seinen Fokus verstärkt auf die Corona-Pandemie richtet. Wozu der Test am frühen Morgen? Der neue OB ist auch Abgeordneter des Kreistags. Für die Sitzung am Montag hat man allen Teilnehmern - auch Geimpften und Genesenen - empfohlen, einen tagesaktuellen Test vorzulegen.

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Francesco Arman, Gerda Weigel-Greilich, Astrid Eibelshäuser und Frank-Tilo Becher arbeiten künftig als Dezernenten im Magistrat zusammen. © Scholz

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