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Im Wechselspiel

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Gießen (red). »Improvisation entsteht aus einer Intuition, im Moment des Augenblicks, geht vorüber und hinterlässt doch bleibendes: Sie ist Quelle zur eigenen Spiritualität«, formuliert es Jakob Handrack. Der künstlerische Leiter der Kulturkirche St. Thomas Morus ließ zum Auftakt der aktuellen Reihe FastenZeitRaum gemeinsam mit Nils Hartwig am Theremin und Frank Rühl an der Gitarre als Trio Anglicore Engelsklänge und Himmelsmusik entstehen.

Gebannt lauschte das Publikum, als Hartwig das Konzert mit den ungewohnten Klängen am Theremin eröffnete. Der Russe Lew Termen erfand das Theremin in den 1920er Jahren. Die Klangerzeugung des Instruments, das im Aussehen und Klang an futuristische Science-Fiction-Filme erinnert, geschieht mit Hilfe von Spannungsfeldern. Mit den Händen beeinflusst der Spieler Amplitude und Frequenz und kann so verschiedene Töne produzieren.

Das Wechselspiel aus disruptiven Melodiefragmenten und sich aufbauenden und wieder abflauenden Klangkaskaden sponn einen roten Faden, gleichsam in die Ewigkeit.

Mit dem FastenZeitRaum hat die Kulturkirche eine attraktive Konzertreihe mit spannenden Gästen aus dem Bereich der Neuen Improvisierten Musik etabliert, die wöchentlich fortgesetzt wird.

Die nächste Folge bestreiten am Samstag, 12. März, um 17 Uhr die japanische Flötistin Eiko Yamada und die Cellistin Sue Schlotte. Ihr Zusammenspiel wird zum »Culture Clash«, begleitet von Frank Rühls präpariertem Gitarrenspiel. Karten kosten 10 Euro. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, ein 2G-Nachweis erforderlich. Das gesamte Programm findet sich auf der Homepage unter www.kulturkirche-giesse

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