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In Kindheitserinnerungen schwelgen

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Hanne Bär von den »Linneser Frauen« ist eine geborene Theiß. Das Foto aus dem Jahr 1968 zeigt Familie Theiß beim Frühstück im Feld. Foto: privat © privat

Gießen (red). Im Hamburger »Michel«, der Hauptkirche St. Michaelis, gibt es eine Regenmaschine. Auf den ersten Blick hat das nichts mit Kleinlinden zu tun. Bei einer kürzlichen Wanderung der »Linneser Frauen« zum »Anker« wurde überlegt, wie schön es wäre, könnte man der Trockenheit im heimischen Raum mit so einer Erfindung begegnen.

Wirklichen Regen gibt es natürlich auch im »Michel« nicht, wohl aber ein klangliches Erlebnis. Der Bonner Orgelbauer Philipp Klais, so ist es in einem »swr2«-Beitrag nachzuhören, konnte nicht glauben, dass es in Hamburg weniger regnet als in Bonn und so verhalf er den Menschen im »regenarmen« Norden mit einem speziellen Orgelregister zu akustischer Berieselung.

Die Wanderinnen überquerten die Bahnschienen dort, wo mittels Sprechanlage um die Öffnung der Schranken gebeten werden muss. In ihrer Kindheit war es immer ein besonderes Erlebnis, mit dem Schrankenwärter zu sprechen, berichtet Hanne Bär.

Ihre Familie hatte Landwirtschaft und die Kinder waren oft mit eingespannt. »Bei Gewitter haben wir uns mit den Kühen im Viadukt untergestellt,« erinnert sich Bär. Der Weg der Frauen führte in Richtung Angelteich, an abgeernteten Maisfeldern vorbei und hinüber zum Dutenhofener See mit seiner entspannten Urlaubsatmosphäre.

Am nordwestlichen Himmel baute sich eine dunkle Wolkenwand auf. Regen gab es nicht, wohl aber ein stimmungsvolles Bild in Richtung Gleiberg und Heuchelheimer Kirche.

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