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»Inklusion in den Vordergrund«

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Frank-Tilo Becher, Samuel Groß und Tobias Erben (von links) freuen sich, dass Gießen 2023 Gastgeberin ist. © Scholz

Gießen ist »Host Town« der »Special Olympics World Games« im Jahr 2023. Die Stadt erwartet eine große Delegation.

Gießen. Noch ist nicht klar, welche Delegation in die Stadt kommt. Fest steht dagegen, dass Gießen im kommenden Jahr »Host Town« der »Special Olympics World Games« ist. »Zwischen 12. und 15. Juni beherbergen wir im Vorfeld der Spiele Athleten und werden auch ein Rahmenprogramm anbieten«, sagt Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher. Auf Beschluss des Magistrats sei die Stadt eine von 216 »Host Towns«, zu denen auch Wetzlar und Marburg gehörten. »Mir als Behindertenbeauftragtem ist es ein Anliegen, Sport und Inklusion in Gießen noch stärker zusammenzudenken«, freut sich Samuel Groß über die Gießener Teilnahme am »Host Town«-Programm, Die »Special Olympics World Games« finden von 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin statt.

Stadt beherbergt große Delegation

»Die Spiele werden alle zwei Jahre veranstaltet. Es nehmen 7000 Athleten mit geistigen oder Mehrfachbehinderungen aus 190 Nationen teil«, berichtet Becher. Wettbewerbe gebe es in 28 Sportarten. »Jede Delegation soll im Vorfeld in eine deutsche Stadt kommen«, erklärt der OB den Hintergrund des »Host Town«-Programms. Welche Delegation in welche Stadt kommt, werde im April oder Mai mitgeteilt. »Wir wissen aber schon, dass wir mit 110 oder 120 Personen eine große Delegation beherbergen«, führt der Sozialdemokrat aus. Neben einem kulturellen Programm werde die Stadt Möglichkeiten für Begegnung und Training schaffen, den Austausch mit Vereinen ermöglichen und voraussichtlich auch Feierlichkeiten ausrichten. »Uns wird es wichtig sein, viele Vereine und Initiativen einzubeziehen«, betont Becher. Neben Sponsoren brauche man auch viele Freiwillige. Insgesamt soll das Programm an den vier Tagen dazu dienen, den Inklusionsgedanken sichtbarer zu machen.

»Wir verfügen in der Stadt schon über ein sehr gutes Netzwerk in Sachen Inklusion und Teilhabe«, ergänzt Groß. Exemplarisch verweist er auf den Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung oder die Arbeit der Lebenshilfe. Insbesondere das Freiwilligenprogramm der »Host Towns« biete jedoch die Möglichkeit der Beteiligung und Erfahrung, was Inklusion praktisch bedeute. »In der Vorbereitungszeit lenken wir den Fokus auf die Barrierefreiheit in Gießen«, erläutert der Behindertenbeauftragte, Vorbereitungs- und Besuchszeitraum böten zudem die Möglichkeit zu hinterfragen, wie es um die Inklusion in der Stadt steht.

»Wollen Bleibendes schaffen«

»Es geht nicht nur um die vier Tage des Besuchs«, bestätigt Sportamtsleiter Tobias Erben. Vielmehr ergebe sich in enger Zusammenarbeit die Möglichkeit zu reflektieren, wie man in der Stadt in Sachen Inklusion aufgestellt ist, und wo mögliche Probleme liegen. »Insgesamt wollen wir etwas Bleibendes schaffen und die Inklusion stärker in den Vordergrund rücken«, unterstreicht der Sportamtsleiter. Die »Special Olympics« fänden zum ersten Mal in Deutschland statt. Auch ein Fackellauf sei geplant, resümiert Erben.

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