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Intendantin stellt neues Konzept vor

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Gießen (red). 78 Mitgieder des Vereins der Freunde des Theaters erwarteten mit großer Neugier die Vorstellung des Spielplans der kommenden Saison 2022/23 am Stadttheater Gießen. Die Vorsitzende Helga Göbel begrüßte dazu die designierte Intendantin Simone Sterr sowie Ann-Christine Mecke, die verantwortlich für das Musiktheater zeichnet. Da gab es manche Erneuerung und Überraschung, die beide Frauen engagiert erläuterten, wie es in einem Pressebericht des Vereins heißt.

Dazu zählen etwa Einführungen, die es vor jeder Vorstellung geben soll. Am Tag vor den Konzerten sind »Preview-Konzerte« vorgesehen, womit die gewohnten »Kostproben« entfallen. Generell wolle man, so Simone Sterr, wieder das »Ensemble-Theater« festigen und weniger Gäste engagieren. Die neue Stelle eines Theaterpädagogen soll die Kontakte zu Schulen verstärken. Aus den Ausführungen beider Frauen war zu entnehmen, dass spartenübergreifendes Arbeiten angestrebt ist, um »Geschichten zu erzählen«, die zeitbezogen Probleme verdeutlichen, aber nicht belehren sollen. Laut Sterr gehe es bei vielen geplanten Aktivitäten um »Erinnerungskultur«, weil Theater ein »öffentlicher Ort« zur Auseinandersetzung mit Konflikthaftem sei. Daher sei im Schauspiel die Stückeauswahl, bis auf eines, »konsequent zeitgenössisch«, auch Opern der letzten zwanzig Jahre werde künftig eine Chance gegeben.

Nach der informationsreichen Präsentation sind die Erwartungen der Vereinsmitglieder nun recht hoch, auch wenn sich bei den Gesprächen im Anschluss bei einigen noch etwas Skepsis zu den konzeptuellen und organisatorischen Veränderungen zeigte. »Der Theaterverein freut sich nun auf eine konstruktive Zusammenarbeit«, heißt es abschließend.

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