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Inthronisation wird vorgezogen

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Bei der Jahreshauptversammlung der Gießener Fassenachts-Vereinigung (GFV) gab Präsidentin Anja Helmchen die Pläne für die kommende Kampagne bekannt. Ehrungen gab es auch.

Gießen . 66 Jahre Gießener Fassenachts-Vereinigung (GFV) sind 2023 zu feiern. Wie Präsidentin Anja Helmchen auf der Jahreshauptversammlung mitteilte, soll am angestammten Inthronisationstermin am ersten Samstag (7. Januar) des kommenden Jahres eine Jubiläumssitzung stattfinden. Aufgrund der bereits erfolgten Vorstellung des Prinzenpaares soll die Inthronisation bereits zum Kampagnestart am 11. November dieses Jahres in der Kongresshalle erfolgen.

Nach der wegen Corona komplett ausgefallenen Kampagne 2020/21 seien die Narren zuversichtlich in die Kampagne 2021/22 mit der Vorstellung des Prinzenpaares auf dem Katharinenplatz und einem Senats-Galaabend gestartet, blickte Helmchen zurück. Dann aber musste Ende Dezember doch wieder alles abgesagt werden. Ständiger Kontakt mit dem Kreis-Gesundheitsamt, immer wieder neu und umgeschriebene Saalpläne seien angefertigt worden.

»Ein Auf und Ab«

»Es war letztendlich ein dramatisches Auf und Ab. Die Genehmigung für die Inthronisation war Geschichte und schweren Herzens mussten wir die Kampagne absagen. Rückwirkend betrachtet wäre das ein oder andere möglich gewesen, doch am 27. Dezember hatten wir keine andere Möglichkeit als Absagen«, schilderte sie. »Wir wussten auch nicht, wie wir mit der Kostenbelastung herauskommen. Aber alle verpflichteten Künstler haben sich entschädigungslos auf das kommende Jahr umbuchen lassen, so dass wir finanziell mit einem blauen Auge aus dieser misslichen Lage herausgekommen sind«, bilanzierte Anja Helmchen ihr erstes Jahr als Präsidentin.

Herangetraut habe sich der Vorstand an ein Wagnis in Form einer Onlinesitzung, die eine mehrwöchige Vorbereitung erforderte, was in den gezeigten 60 Minuten so nicht zu sehen war. »Das Ergebnis hat sich sehen lassen können«, betonte sie. Der Dank für die damit verbundene Arbeit gehe an alle Mitwirkenden. »Und am Rosenmontag haben wir Kindertagesstätten und Schulen mit Leckereien besucht«, berichtete Helmchen und verriet, dass für die Kampagne 2022/23 schon jetzt für fast alle Veranstaltungen die Ablaufpläne stehen.

Schatzmeisterin Sabine Hachenberger verwies auf 427 Mitglieder und »einen guten Bestand, um eine gute neue Kampagne zu ermöglichen«. Seitens der Kassenprüfer erstattete Kai Brückel den Bericht, nachdem er mit Klaus Dieter Adams diese Aufgabe erledigt hatte, und stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstands, dem die Versammlung einstimmig folgte.

Zahlreiche Ehrungen

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Ehrennadel Frank Beck, Ulrich Engelhardt, Stefan Fiedler, Gisela Günther, Prof. Gabriele Krombach, Leni Kümmel, Manuela Langsdorf, Dr. Wolfgang Leutheuser, Mike Misof, Laura Müller, Ria Ritz und Holger Scheer ausgezeichnet. Seit 25 Jahren halten Natalie Hess und Dieter Roth der GFV die Treue und erhielten die goldene Ehrennadel.

Zum Ehrenmitglied wurde aufgrund seiner bereits 50-jährigen Mitgliedschaft Dieter Denninghoff berufen.

In diesem Jahr ist noch vor dem Kampagnestart im Sommer ein Grillfest an der Wagenhalle sowie ein Herbst-Event wie im vergangenen Jahr mit Wanderung zum Schiffenberg vorgesehen.

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