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Jahresbilanz steigt auf über zehn Milliarden Euro

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Gießen (red). Trotz Pandemie-Bedingungen habe die Volksbank mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen: Die Bilanz wächst von 9 186 Millionen Euro um fast eine Milliarde Euro auf 10 143 Millionen. Sie erreicht damit erstmals eine zweistellige Milliardensumme, führte Vorstandssprecher Dr. Peter auf der Vertreterversammlung in der Kongresshalle aus.

Er ging detailliert auf die wirtschaftlichen Ergebnisse und wesentlichen Ereignisse des vergangenen Geschäftsjahres ein.

Haupttreiber dieser positiven Entwicklung sei eine deutliche Ausweitung des Kreditgeschäftes auf der Aktiv- sowie eine hohe Sparquote auf der Passivseite. Mit rund 1,7 Mrd. Euro haben die Neukredite im Berichtsjahr den Rekordwert aus dem Vorjahr nochmals übertroffen, führte Hanker weiter aus. Das Kreditvolumen im Privatkundensegment hat dabei einen Anteil von 36,9 Prozent, das Firmenkundensegment einen Anteil von 63,1 Prozent.

Getrieben von einer anhaltend hohen Sparquote seien die Kundeneinlagen im Berichtsjahr 2021 um 12,4 Prozent auf 8 186 Millionen Euro gestiegen. Das Börsenjahr 2021 war gut, resümiert Hanker. Insgesamt hätten die Anleger profitiert. So ist auch das Kundendepotvolumen im Geschäftsjahr 2021 von 879 Millionen auf 1 053 Millionen. Euro angestiegen.

Im Berichtsjahr wurde das Eigenkapital der Volksbank Mittelhessen durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nochmals deutlich gestärkt. Bis zum Stichtag sei das bilanzielle Eigenkapital um 43 Millionen Euro auf zuletzt 925 Millionen gestiegen.

Trotz der engen Margen konnte die Volksbank Mittelhessen ihr Zinsergebnis im Berichtsjahr wesentlich ausweiten, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Geldinstituts. Der Ergebnisbeitrag aus Zinsen sei von 126 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 138 Millionen Euro gestiegen.

Schlanker aufgestellt

Dank des 2017 gestarteten Zukunftsprogrammes »Change the bank« sei die Volksbank Mittelhessen heute deutlich schlanker aufgestellt. So konnten die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen reduziert werden. Dementsprechend verbesserte sich die Cost-Income-Ratio als wichtigste Kennzahl wirtschaftlicher Effizienz auf 61,8 Prozent.

»Die Volksbank Mittelhessen schließt das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach Bewertung in Höhe von 63 Millionen Euro ab. Der Vorjahreswert lag bei 58 Millionen Euro. Aufgrund dieses hervorragenden Ergebnisses kann die Volksbank Mittelhessen weitere zehn Millionen Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einstellen und damit die Rücklagen stärken«, so Hanker. Nach dem Abzug des Steueraufwandes verbleibe ein Jahresüberschuss in Höhe von 34 Millionen Euro im Vergleich zu 33 Millionen im Jahr zuvor.

Mit diesem Ergebnis sei der Vorstand vor allem vor dem Hintergrund des herausfordernden Marktumfeldes sehr zufrieden. Die Volksbank Mittelhessen übernimmt Verantwortung für die Region und fördert zahlreiche regionale Initiativen, Vereine sowie soziale und gemeinnützige Einrichtungen durch finanzielle Fördermaßnahmen. Diese Förderung erfolgt über die regelmäßige Ausschreibung von Förderwettbewerben, bei denen Projekte und Ideen einreicht werden können. Im Jahr 2021 hat die Volksbank Mittelhessen Fördermittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro vergeben.

Die Vertreter genehmigten den Jahresabschluss und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat. Sie stimmten dem gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verwendung des Bilanzgewinnes sowie einer Dividende in Höhe von 5,5 Prozent zu.

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