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Jeder im Ort kennt »Balu«

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Schnappschuss durch die Windschutzscheibe: »Balu« mag offenbar Autos. Foto: Fatma Borchardt © Fatma Borchardt

Gießen. Dass Katzen manchmal etwas eigenwillige Lieblingsplätze haben, ist ja bekannt. Da werden das extra gekaufte Bettchen oder die Hängematte am Kratzbaum gerne mal ignoriert, wenn stattdessen ein Karton auf dem Boden steht oder eine Papiertüte das Interesse des Stubentigers weckt. »Balu« hingegen hat die Motorhaube des Autos seiner Halterin Fatma Borchardt zu seinem allerliebsten »Outdoor«-Aufenthaltsort auserkoren.

Und so ist dann auch der Schnappschuss entstanden, den Fatma Borchardt durch die Windschutzscheibe ihres Autos geknipst hat. »Er ist 14 Jahre alt und der absolute Mittelpunkt unserer Familie«, schreibt sie über den schwarz-weißen Kater mit den weißen Schnurrhaaren.

Und weil »Balu« ein begeisterter Freigänger ist, müssen seine Menschen ihm gleich mehrfach am Tag die Haustür öffnen. Es verstehe sich von selbst, »dass wir seine Bedienstete sind«. Aber auch wenn er an sein »Personal« offenbar hohe Ansprüche hat, ist »Balu« Menschen gegenüber sehr freundlich und neugierig: »Er ist offen für alle Menschen, die ihm begegnen, wirft sich vor deren Füße und will gestreichelt werden.« Der zutrauliche Kater ist daher beinahe bekannt wie der sprichwörtliche »bunte Hund«, jeder im Ort kenne »Balu«, schreibt Fatma Borchardt.

Auch den Busfahrern ist der Kater bereits bekannt. Zum Glück, denn »Balu« hat »die Angewohnheit, ganz gemächlich über die Straße zu gehe. Warum denn Eile, es ist ja eh ›seine‹ Straße«. Schneller ist er offenbar beim Jagen, denn der Kater fängt regelmäßig Mäuse in der Scheune - und bringt seine Beute auch ab und an mit nach Hause.

Beim abendlichen Fernsehen wiederum ist auch der eingefleischte Freigänger gerne zu Hause - und nimmt zwischen Ehepaar Borchardt Platz, um ja nichts zu verpassen.

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