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Jenseits der stilistischen Schranken

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Komponist und Akkordeonist Manfred Becker zusammen mit seinen Bandkollegen (von rechts) Joe Bonica, Julien Blondel und Wollie Kaiser. Foto: Schultz © Schultz

Gießen (hsch). Eine ganz besondere, wenngleich in gewisser Weise auch vertraute Jazzperformance findet am Freitag, 11. Noevmber, im Hermann-Levi-Saal des Rathauses statt. Das »In. Zeit Ensemble«, ein musikalisches Integrationsprojekt des Gießener Musikers und Komponisten Manfred Becker, hält zugleich unvorhersehbare und wiedererkennbare Eindrücke bereit.

Zu dem Gießener Konzert haben sich 15 Musikerinnen und Musiker des klassischen Orchesterfachs sowie Jazzspezialisten zusammengefunden. Sie interpretieren in dieser ungewöhnlichen Besetzung zeitgenössische Musik jenseits stilistischer Schranken. Zum Programm des Abends gehören die Orchesterfassung von Beckers Komposition »Berlin Firmament« sowie Arbeiten der Saarbrücker Komponisten Wollie Kaiser (»Der Zwerg«) und Stefan Scheib (»Maschine I+II«).

Manfred Becker, Jahrgang 1951, stammt aus Kassel. Er trat mit unterschiedlichen Formationen auf zahlreichen internationalen Jazzfestivals auf. Seit 2015 leitet er das Manfred-Becker-Ensemble, zu dem neben ihm als Akkordeonist auch Wollie Kaiser (Bassflöte und Bassklarinette), Julien Blondel (Cello) und Joe Bonica (Perkussion) zählen. In erweiterter Besetzung sind auch Flöte, Oboe, Saxofone, Klarinetten, Trompete, Posaune, Violine, Viola, Violoncello, Bass, Piano, Perkussions, Schlagzeug und Elektronik zu hören.

Becker ist Mitglied der Gießener Jazzinitiative und gehört zu Jürgen Wuchners Formation »Deep Talking« aus Darmstadt. Als musikalischer Grenzgänger schrieb er Schauspielmusik etwa zu »Medea« (Theater Augsburg, Regie Henri Hohenemser) und »Leonce und Leona« (Theater Karlsruhe). Er schuf die Filmmusik für »Die Jüdin und der Hauptmann« (Regie Ulf Mechow). Für die Tanzcompagnie Gießen unter Tarek Assam waren Beckers Kompositionen Bestandteil der Bühnenmusiken zu »Faust« und »Macbeth«.

Karten für das Konzert im Hermann-Levi-Saal gibt es für 15 Euro an der Abendkasse.

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