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Jetzt greift die Ordnungspolizei ein

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Die Ampel am Oswaldsgarten ist seit dem 6. Januar außer Betrieb. Ab Montag wird die Ordnungspolizei morgens aktiv - allerdings nur, solange es dunkel ist. © Lemper

Nach dem Ausfall der Ampel am Oswaldsgarten in Gießen ergreift die Ordnungspolizei ab Montag »verkehrslenkende Maßnahmen« - allerdings nur morgens. Ganztägig sei das nicht leistbar.

Gießen (bl). »Fast im Minutentakt« komme es an der stark befahrenen Kreuzung am Oswaldsgarten zu »gefährlichen Verkehrssituationen«, seit die Ampel dort komplett ausgefallen ist. Das hat ein CDU-Mitglied aus dem Ortsverband »Mitte« beobachtet, das in der Nähe wohnt und arbeitet. Auch auf der Facebook-Seite des Anzeigers wird auf das erhebliche Gefährdungspotenzial gerade für Fußgänger und Radfahrer hingewiesen. Manche Kommentatoren freuen sich wiederum, dass sich die Wartezeit deutlich reduziert habe und sich die Kreuzung nun schneller überqueren lasse. Andere beklagen, dass viele Autofahrer offenbar die Vorfahrtsregeln gar nicht kennen, und fordern, dass die Landes- oder Ordnungspolizei steuernd einschreite. Das soll ab dem kommenden Montag tatsächlich geschehen, allerdings nicht durchgängig, wie Stadtsprecherin Claudia Boje auf Anfrage dieser Zeitung ankündigt.

Ein 22-Jähriger hatte am 6. Januar beim Abbiegen von der Neustadt nach links in die Westanlage aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen BMW verloren und war gegen den Steuerungsschrank geprallt. Kurzfristig sei keine Reparatur möglich und ein Ersatzsteuergerät konnte auch nicht beschafft werden. Die Stadt hat zwar inzwischen den Auftrag erteilt, eine provisorische »Lichtsignalanlage« aufzustellen. Das bedürfe jedoch eines Vorlaufs von circa zwei Wochen. »Mit angehaltenem Atem« habe der CDU-Ortsverband »Mitte« in den vergangenen Tagen das entstandene »Verkehrschaos verfolgt«. Der Vorsitzende Frederik Bouffier appelliert daher an die Stadt, »unverzüglich zu handeln und die Verkehrssicherheit wiederherzustellen« statt »seelenruhig« auf ein Ersatzgerät, ein Provisorium oder die Reparatur zu warten. Die derzeit vorhandenen Absicherungen mit Baken, Schildern und Tempo 30 reichten nicht aus, ergänzt Dominic Eser.

Die Ordnungspolizei werde ab Montag, 17. Januar, morgens ab 7 Uhr täglich »verkehrslenkende Maßnahmen ergreifen, um die Personenströme in der Dunkelheit über die Straße zu führen«, berichtet Claudia Boje. Ganztägig sei dies indes nicht leistbar. Die Situation werde aber beobachtet und bei weiterem Regelungsbedarf »punktuell« reagiert.

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